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Griechenland-Krise: Der Schwanz möchte mit dem Hund wedeln


Nach dem Nein der Griechen  

Der Schwanz möchte mit dem Hund wedeln

06.07.2015, 12:13 Uhr | Ein Kommentar von Bernhard Vetter

Griechenland-Krise: Der Schwanz möchte mit dem Hund wedeln. Griechenland hat mit Nein gestimmt - und damit ist nichts gewonnen. (Quelle: dpa)

Griechenland hat mit Nein gestimmt - und damit ist nichts gewonnen. (Quelle: dpa)

Man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll: Mehr als 60 Prozent der Griechen sind gestern zu einem Referendum gegangen und haben über etwas abgestimmt, das es nicht gibt. Mehr als 60 Prozent waren gegen dieses Nichts, knapp 40 Prozent dafür. Durch dieses Nichts-Ergebnis wird sich Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras gleichwohl gestärkt fühlen und den anderen 18 Euro-Ländern wahrscheinlich schon bald wieder auf die Nerven gehen.

Und die müssen bei dem Spiel mitmachen, bei dem der Schwanz versucht, mit dem Hund zu wedeln. Denn Griechenland gehört nun einmal zur EU und zur Eurozone. Das Land wird nicht austreten und kann auch nicht hinausgeworfen werden. Es ist wie mit dem schwarzen Schaf in der Familie. Man muss damit leben.

Vielleicht ist es sogar verständlich, dass die griechischen Bürger so abgestimmt haben. Sie leiden natürlich unter den jahrelangen Sparauflagen - die aber letztlich nichts anderes sind, als ein fortwährendes Versagen der griechischen Politik. Ja, Griechenland hat Milliardenschulden, die es strangulieren. Das Geld ist einst geflossen, war willkommen. Jetzt ist es weg, ohne Nutzen gestiftet zu haben. Und nur noch die Schulden sind übrig.

Griechenland würde gerne neue Schulden machen

Aber was tut die griechische Regierung? Lernt sie aus den Fehlern der Vergangenheit? Versucht sie, nicht nur die Ausgaben- sondern auch die Einnahmenseite in Ordnung zu bringen? Nein. Die Schulden werden bestenfalls ignoriert, am liebsten würde man neue machen, wenn das nur ginge.

Wenn Syriza von Wachstum, Wohlstand und Gerechtigkeit schwafelt, wenn Tsipras sagt, das griechische Volk habe seine Würde zurückbekommen, dann ist das nichts anderes als Ignoranz. Weder die griechische Regierung noch das Volk scheinen verstanden zu haben, dass es Wohltaten zum Nulltarif nicht gibt. Irgendjemand muss dafür Geld bereitstellen. Dass die Griechen selbst es sind, die das, was sie sich leisten wollen, auch bezahlen müssen, kommt ihnen offenbar nicht in den Sinn, ja scheint geradezu für Empörung zu sorgen.

Vielleicht muss dieses Elf-Millionen-Volk, das gerade einmal zwei Prozent zur europäischen Wirtschaftsleistung beiträgt, aber derzeit gefühlt 100 Prozent der Diplomatie in Anspruch nimmt und das sich eine Regierung leistet, die wie eine Koalition aus Linken, NPD und einer Spaßpartei wirkt, auf die harte Tour die Konsequenzen seiner demokratischen Entscheidungen erfahren. Wenn nämlich die anderen EU-Länder ebenso demokratisch entscheiden, dass es zwar humanitäre Hilfe geben wird, aber weiterhin kein Geld ohne Reformen.

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