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Presse zu Griechenland-Referendum: "Ein verfluchter Sieg"


Pressestimmen zu Griechenland  

Münchner Merkur: "Es ist ein verfluchter Sieg"

06.07.2015, 09:28 Uhr | AFP, dpa, t-online.de

Presse zu Griechenland-Referendum: "Ein verfluchter Sieg". Tageszeitungen beschäftigen sich mit dem Ausgang der griechischen Volksabstimmung. (Quelle: imago/Chromorange)

Tageszeitungen beschäftigen sich mit dem Ausgang der griechischen Volksabstimmung. (Quelle: imago/Chromorange)

Die Querelen bei der Partei Alternative für Deutschland (AfD) haben die Kommentatoren deutscher Tageszeitungen am Sonntag weit mehr gefesselt als das Votum der Griechen gegen weitere Sparauflagen. Dennoch gibt es auch zu diesem Thema ein breites Meinungsspektrum. Eine Auswahl von t-online.de.

Kölner Stadtanzeiger

"Politisch bleibt der Euro ein kippeliges Gebilde. Ökonomisch gilt dies ohnehin. Vorgaben aus Brüssel, das hat die Debatte mit Athen gezeigt, werden im Süden als Euro-Kolonialismus empfunden. Aber eine Transferunion, also gegenseitige Hilfen nach Art des deutschen Länderfinanzausgleichs, sind im Norden - und Osten - der EU nicht zu vermitteln. Schon Bayern und Hessen wollen nicht für das Saarland oder Berlin zahlen. Warum dann für Athen oder Porto? Die Wahrheit aber ist: Der Währungsraum krankt nicht nur an Produktivitätsdifferenzen, fehlenden soliden Finanzen und Reformen sondern auch an einem Härten ausgleichenden Transfersystem. Aber niemand mag für Athen einstehen. Jeder zahlt für sich allein. Solidarität kennt Grenzen."

Neue Osnabrücker Zeitung

"Die Antwort lautet nein. Die Griechen zeigen Europa, dass ihnen der Reformdruck, die Sparauflagen, die Fremdbestimmung und die eigene Ohnmacht unerträglich geworden sind. Ihr Ärger über die vermeintliche Gängelung der Gläubiger wiegt schwerer als die Angst vor der Ungewissheit. Sicher, es wird neue Verhandlungen mit den Geldgebern geben, doch Griechenland ist der Staatspleite näher denn je. Was passiert nun? Am härtesten wird es die Bevölkerung und die mittelständischen Unternehmen treffen. Die Kapitalkontrollen der Geschäftsbanken werden bleiben oder noch verschärft. Es drohen Engpässe beim Import von Lebensmitteln und Medikamenten."

Münchner Merkur

"Alexis Tsipras und seine Regierung der Links- und Rechtsradikalen haben beim großen griechischen Roulette alles auf Rot gesetzt - und gewonnen. Aber es ist ein verfluchter Sieg. Wenn sich der Freudentaumel in Athen gelegt hat und die Propagandalügen der Regierung verwelken, werden die Griechen realisieren, dass sie sich an diesem Sonntag auf einen langen und entbehrungsreichen Weg begeben haben. Der führt nicht ins versprochene sozialistische Paradies. Sondern zurück zur Drachme - und das, so ist wegen der Unfähigkeit dieser Regierung zu befürchten, auf der Schotterpiste eines gänzlich ungeordneten Grexits. Spätestens dann schlägt auch dem Spieler Tsipras die Stunde."

Bild

"Aus Griechenland ist ein Pulverfass geworden, das nach dem Referendum jederzeit explodieren kann. Ein gespaltenes Land! Schuld daran ist die verfehlte Rettungs-Politik, die zwar Politik, aber keine Rettung war. Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung konnte nie verstehen, warum sie für unfähige griechische Regierungen zahlen sollten. Die Reformen ankündigten und doch nicht umsetzten. Die die Reeder des Landes ungeschoren ließen. Und die vor allem daran interessiert waren, sich und seinesgleichen zu versorgen. Griechenland braucht endlich einen echten Neuanfang. Der Austritt aus der Währungsunion ist überfällig."

Le Figaro (Paris)

"Alexis Tsipras fordert einen Verbleib seines Landes im Euro. Er hat den Griechen allerdings nicht gesagt, dass ihm die Mittel dazu fehlen. Von einem verpassten Zahlungstermin zum anderen wird sich ein schrecklicher finanzieller Schraubstock um Griechenland schließen. Und wenn kein Wunder passiert, wird der so gefürchtete Grexit ganz von allein seinen Lauf nehmen - nicht weil die Europäer das gewollt haben, denn sie haben alles unternommen, um den Grexit zu verhindern, sondern weil die Wahl des griechischen Volkes eine Dynamik in Gang gesetzt hat, die wohl nicht aufzuhalten ist."

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