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Kurstürze in Asien: Panik nach Ausverkauf an China-Börsen


Kurstürze in ganz Asien  

Panik nach Ausverkauf an China-Börsen

08.07.2015, 10:37 Uhr | rtr, dpa

Kurstürze in Asien: Panik nach Ausverkauf an China-Börsen. Voller Sorge beobachten chinesische Aktienhändler die Bewegungen an der Börse in Hongkong. (Quelle: Reuters)

Voller Sorge beobachten chinesische Aktienhändler die Bewegungen an der Börse in Hongkong. (Quelle: Reuters)

Die Angst vor einem Zusammenbruch des Aktienmarkts in China hat die Kurse in ganz Asien auf Talfahrt geschickt. In Shanghai fiel der Leitindex trotz Eingriffe des chinesischen Staates um rund sechs Prozent und löste damit auch an den übrigen Handelsplätzen eine Verkaufswelle aus.

In Tokio brach Japans wichtigster Index, der Nikkei, um mehr als drei Prozent auf 19.737 Punkte ein. Der Index in Hongkong büßte satte sechs Prozent ein. Der MSCI-Index für die Region Asien-Pazifik unter ohne Japans verlor mehr als drei Prozent und notierte damit so niedrig wie seit Februar 2014 nicht mehr. "Heute ist 'China-Tag'. Das wird auch die Realwirtschaft treffen", sagte Investment-Stratege Seiki Orimi von Mitsubishi UFJ Morgan Stanley Securities.

Viele Unternehmen in Japan wie auch in anderen Ländern setzen auf die starke Nachfrage aus China und fürchten nun um ihre Gewinne. So verbuchten in Tokio vor allem Konzerne Kursverluste, die stark in der Volksrepublik engagiert sind, wie etwa Baufirmen. Die Sorge um Chinas Konjunktur drückte zudem Rohstoffpreise und Handelshäuser.

Panikstimmung

Die Aufsichtsbehörde für die chinesischen Aktienmärkte bezeichnete die herrschende Stimmung als Panik. Weitere 500 Firmen wurden vom Handel ausgesetzt. Die am Wochenende bekanntgegebenen Stützungsmaßnahmen verpufften damit auf dem chinesischen Markt. Damit ist die vor allem im April und Mai gebildete Blase an Chinas Aktienmärkten geplatzt.

Chinas Notenbank kündigte an, trotzdem weitere Maßnahmen zu ergreifen. Die Regierung in Peking muss vor allem den hochnervösen Privatanlegern wieder Vertrauen einflößen. Im Gegensatz zu anderen Ländern wird in China der Börsenhandel von Privatpersonen dominiert. Weit verbreitet sind hochspekulative Produkte, mit denen bereits mit geringen Beträgen große Volumen bewegt werden können.

Griechenland-Krise im Hintergrund

In nur drei Wochen hat der chinesische Aktienmarkt etwa 30 Prozent seines Wertes verloren. Allerdings hatten sich zuvor die Kurse seit November mehr als verdoppelt. In den Hintergrund trat damit die Schuldenkrise in Griechenland, auch wenn die Euro-Zone weiter zur Verunsicherung beiträgt.

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