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Nivea-Blau bleibt wohl exklusiv: Beiersdorf feiert Etappensieg


Wichtiger Etappensieg  

Das Nivea-Blau bleibt wohl exklusiv

Von Christian Kreutzer

09.07.2015, 11:30 Uhr
Nivea-Blau bleibt wohl exklusiv: Beiersdorf feiert Etappensieg. Die meisten kennen es seit ihrer Kindheit: das berühmte Nachtblau von Niveau. (Quelle: dpa)

Die meisten kennen es seit ihrer Kindheit: das berühmte Nachtblau von Niveau. (Quelle: dpa)

Ein einfaches, sattes Nachtblau - so kennen wir die Nivea-Cremedosen seit frühester Kindheit. Irgendwann bekam das berühmte Blau Konkurrenz: Kosmetika der Marke Dove standen plötzlich im gleichen Blauton in den Supermarktregalen. Seitdem beschäftigen sich Juristen mit der Frage: Dürfen die das? 

Oder gehört das Blau mit der Bezeichnung "Pantone 280 C" ausschließlich dem Nivea-Besitzer Beiersdorf? Am Donnerstag hat der Bundesgerichtshof (BGH) vorläufig entschieden: Alle bisherigen Urteile sind aufgehoben. Das Blau gehört vermutlich für immer zur Marke Nivea.

Kann die Farbe Blau eine Marke sein? 

Aber von vorne: Geklagt hatte Dove-Hersteller Unilever. Der Beiersdorf-Konkurrent beantragte die Löschung der seit 2007 eingetragenen Nivea-Farbmarke. 

Patentamt und Bundespatentgericht gaben Unilever 2013 Recht. Ihr Argument: Mindestens 75 Prozent der Verbraucher müssten den dunkelblauen Farbton mit der Marke Nivea in Verbindung bringen. Eine Umfrage ergab dagegen: Nur knapp über 50 Prozent der Verbraucher denken bei diesem Blau an Nivea.

In der Folge hoben die Bundespatentrichter den Markenschutz für "Pantone 280 C" auf.

BGH: 50 Prozent Wiedererkennung reichen 

Beiersdorf zog vor den BGH. Der hat jetzt den Nivea-Leuten Recht gegeben: Zwar seien Farben eigentlich keine Marken. Bei dem bereits 1911 eingeführten Nivea-Blau, so die BGH-Richter, könnte allerdings nach all den Jahren eine Ausnahme vorliegen. 

Und um das herauszufinden müsse das Bundespatentgericht eine neue Umfrage durchführen lassen. Nur diesmal gilt: Es müssen nicht 75 Prozent sein, die beim Nachtblau an Nivea denken. Die Maßstäbe des Bundespatentgerichts seien zu streng gewesen. 50 Prozent reichten auch. Die Umfrage müsse wiederholt werden. 

Gute Karten also für Nivea-Anbieter Beiersdorf: 50 Prozent Farbwiedererkennung scheinen ihm ja sicher zu sein. Das Blau wird wohl exklusiver Teil ihrer Marke bleiben. Auch wenn die endgültige Entscheidung noch auf sich warten lässt. 

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