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Atomabkommen mit Iran: Händler rechnen mit Ölflut


Iran-Verhandlungen vor Abschluss  

Händler rechnen mit Ölflut nach Atom-Deal

14.07.2015, 11:46 Uhr | t-online.de , dpa

Atomabkommen mit Iran: Händler rechnen mit Ölflut. Öl- und Gasfeld Pars Süd im Iran: Angeblich hat das Land 30 Millionen Barrel vorrätig. (Quelle: imago images)

Öl- und Gasfeld Pars Süd im Iran: Angeblich hat das Land 30 Millionen Barrel vorrätig. (Quelle: imago images)

Nach mehr als zehn Jahren der Atomverhandlungen mit dem Iran ist die lang ersehnte Einigung da. Jetzt werden die Wirtschaftssanktionen gegen das Land schrittweise aufgehoben. Als erste Folge dürften die Ölpreise in den Keller gehen. 

Schon in Erwartung der Einigung hatte diese Entwicklung am Dienstagmorgen begonnen: Die Ölpreise fielen den dritten Handelstag in Folge.

Angeblich 30 Millionen Fässer Öl auf Vorrat

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete am Morgen 57,31 US-Dollar. Das waren 54 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 73 Cent auf 51,47 Dollar. Nach dem Deal könnten die Preise auf breiter Front unter 50 Dollar pro Fass fallen. 

Am Ölmarkt haben sich bereits alle auf die zu erwartende Entwicklung eingestellt. Je nach Studie steht der Iran auf Platz zwei, beziehungsweise Platz drei der ölreichsten Länder der Welt. Zurzeit soll der Iran Schätzungen zufolge über 30 Millionen Barrel Öl vorrätig haben - das sind rund 3,5 Milliarden Liter, die mehr oder weniger schlagartig auf dem Markt wären. 

Nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) ist der Ölmarkt bereits jetzt "massiv überversorgt" und es sei mit weiteren Preisrückgängen zu rechnen.

Ölpreis in der Abwärtsspirale 

Der Ölpreis fällt ohnehin schon seit Monaten. Grund ist unter anderem die ständig steigende Rohöl-Förderung in den USA

Berichten aus dem Verhandlungsort Wien zufolge hat sich der Iran als mächtiges Mitglied der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) im Atomstreit mit den führenden Industriestaaten geeinigt. 

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