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Griechische Banken dürfen am Montag wieder öffnen


Geldsperre wird gelockert  

Griechische Banken dürfen am Montag wieder öffnen

18.07.2015, 18:13 Uhr | dpa

Griechische Banken dürfen am Montag wieder öffnen. Die Menschen in Griechenland können ab Montag wieder an die Geldschalter. (Quelle: dpa)

Die Menschen in Griechenland können ab Montag wieder an die Geldschalter. (Quelle: dpa)

Nach der Verabschiedung von Übergangskrediten durch die internationalen Gläubiger öffnen am Montag die Geldinstitute in Griechenland wieder die Schalter. Drei Wochen waren die Banken geschlossen. Der entsprechende Erlass wurde von den zuständigen Ministern unterzeichnet. Das teilte das griechische Finanzministerium mit.

Die Anordnung war der erste Beschluss des neuen Kabinetts von Ministerpräsident Alexis Tsipras. Die meisten Kapitalverkehrskontrollen bleiben aber in Kraft. Allerdings wurden die Beschränkungen für die Menschen im Bargeldverkehr leicht gelockert.

Menschen können mehr Geld abheben

Damit es nicht mehr zu langen Warteschlangen vor den Geldautomaten kommt, sollen die Bürger pro Woche auch auf einmal bis zu 420 Euro abheben dürfen. Das teilte der stellvertretende Finanzminister Dimitris Mardas im griechischen Rundfunk mit. Bislang waren es pro Tag höchstens 60 Euro.

Überweisungen ins Ausland sollen weiterhin nur nach einer Genehmigung der Zentralbank und des Finanzministeriums möglich sein. Überweisungen innerhalb Griechenlands sieht der Erlass dagegen vor.

Unternehmen und Privatleute hatten aus Sorge um den Verbleib Griechenlands in der Euro-Zone Milliarden von ihren Konten abgezogen. Um einen Zusammenbruch des Finanzsystems und einen Ansturm auf die Banken zu verhindern, hat die Regierung den Kapitalverkehr eingeschränkt. Die Wiedereröffnung der Geldhäuser war weitgehend erwartet worden, nachdem die Europäische Zentralbank die Obergrenze für die Notfallkredite erhöht hat.

Kabinettsumbildung erleichtert Beschlüsse

Tsipras hatte sein Kabinett umgebildet, nachdem ihm Kritiker des Abkommens mit der Euro-Gruppe die Gefolgschaft bei einer Parlamentsabstimmung verweigert hatten. Die Zustimmung zu den Reformen, von der die Gläubiger die Aufnahme von Verhandlungen über ein drittes Milliarden-Hilfspaket abhängig gemacht hatten, hatte Tsipras nur dank der Unterstützung der Opposition erhalten.

Mit der Umbildung passe sich die Regierung an die neue Realität an, sagte der neue Energieminister Panos Skourletis, ein enger Vertrauter des Regierungschefs. Sein Nachfolger im Arbeitsministerium, George Katrougalos, kündigte kurz nach der Vereidigung harte Verhandlungen über das neue Kreditprogramm an.

"Unser Ziel ist es, das Abkommen nicht einfach abzusegnen, sondern entschieden um die Konditionen zu kämpfen." Es gebe viele schwammige Bedingungen in dem Text. Eine Vereinbarung müsse sozial gerecht sein, sagte der Minister, der für die von den Gläubigern verlangte Rentenreform verantwortlich zeichnet.

Zustimmung für Tsipras bleibt hoch

Trotz der Kehrtwende von Tsipras bleiben die Zustimmungswerte für ihn hoch. In einer in der linksgerichteten Zeitung "Efimerida Ton Syntaknon" veröffentlichten Umfrage kommt seine Syriza-Partei auf 42,5 Prozent. Die größte Oppositionspartei Nea Dimokratia erhielte bei einer Wahl derzeit nur 21,5 Prozent. Zudem sprachen sich 70 Prozent für das neue Hilfsprogramm aus, wenn Griechenland damit in der Euro-Zone bleiben kann.

Die Gespräche darüber sollen in der kommenden Woche aufgenommen werden. Der Bundestag hatte am Freitag grünes Licht dafür gegeben. Die EU-Kommission erwartet ein Abkommen bis Mitte August. Bis dahin bekommt Griechenland eine Brückenfinanzierung über einen Finanztopf der EU, weil die Staatskassen in Athen praktisch leer sind.

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