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Tsipras und Varoufakis haben Griechenland in Rezession getrieben


"Teuerster Finanzminister der Geschichte"  

Tsipras und Varoufakis kosteten Griechenland Milliarden

20.07.2015, 15:48 Uhr | rtr

Tsipras und Varoufakis haben Griechenland in Rezession getrieben. Ex-Finanzminister Gianis Varoufakis und Ministerpräsident Alexis Tsipras: Teuerste Politiker Griechenlands? (Quelle: Reuters)

Ex-Finanzminister Gianis Varoufakis und Ministerpräsident Alexis Tsipras: Teuerste Politiker Griechenlands? (Quelle: Reuters)

Die aufgezwungene Sparpolitik der Gläubiger ruiniert die griechische Wirtschaft - heißt es immer wieder. Doch das Gegenteil könnte richtig sein: Die griechische Regierung unter Alexis Tsipras und - bis kürzlich - Gianis Varoufakis hat mit ihrem Verhalten dem Land einen hohen zweistelligen Milliardenschaden zugefügt und das Land in die Rezession getrieben. Das ergibt sich aus Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters.

Sie bezifferte den Preis für die monatelange Hängepartie auf mindestens 63 Milliarden Euro, das ist mehr als ein Viertel der Wirtschaftskraft Griechenlands. Diese Summe basiert auf Prognosen und publizierten Daten der Gläubiger und anderer Institutionen.

Nicht enthalten sind das in den zähen Verhandlungen verlorengegangene Vertrauen und die Möglichkeit, dass das Land eventuell doch noch aus dem Euro ausscheidet. Die Tatsache, dass ein Grexit auf Zeit im Gespräch gewesen sei, werde bei Investments aus dem Ausland auf absehbare Zeit mitberücksichtigt werden müssen, so der Chef-Ökonom der Deutschen Bank für die Euro-Zone, Mark Wall.

Seit Syriza trudelt Griechenland wieder

Seit Januar 2015, seitdem die Tsipras-Regierung an der Macht ist, haben sich die Wirtschaftsdaten extrem verschlechtert. Im vergangenen November hatte die EU-Kommission für die griechische Wirtschaft noch ein Wachstum von 2,9 Prozent für 2015 und von 3,7 Prozent für 2016 prognostiziert, nachdem es 2014 zu einem Prozent gereicht hatte und das Land auch am Kapitalmarkt langsam wieder Fuß fasste.

Das ist jetzt Schnee von gestern. Nun gehen die Gläubiger davon aus, dass die Wirtschaft dieses Jahr um bis zu vier Prozent schrumpft. Ökonomen zufolge macht dieser Unterschied 2015 fast 13 Milliarden Euro aus. 2016 dürften es noch einmal knapp zehn Milliarden Euro sein.

Griechenlands Lage hat "politische Gründe"

Nach Analysen der EU-Kommission und des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat sich die Konjunktur vor allem im Juli massiv verschlechtert, als die Kapitalkontrollen eingeführt wurden, damit die Griechen ihre Bankkonten nicht leerräumen können. Die Negativ-Spirale habe ausschließlich politische Gründe, sagt ein EU-Vertreter, der nicht namentlich genannt werden will. "Unsicherheit" laute das Zauberwort - in den Unternehmen und bei Investoren. "Varoufakis war der teuerste Finanzminister in der Geschichte", so ein EU-Vertreter mit Blick auf den mittlerweile zurückgetretenen, marxistisch orientierten Politiker.

Der Kollisionskurs der Tsipras-Regierung sei nicht gerade von Erfolg gekrönt gewesen, sagt auch Christoph Weil, der die Euro-Rettungspolitik für die Commerzbank analysiert. "Die griechische Wirtschaft ist klar in einer Rezession. In den ersten beiden Quartalen 2015 ist dies eindeutig ein Ergebnis der griechischen Regierungspolitik."

Varoufakis und Tsipras hatten mit Maximalforderungen - weitere Hilfen, ohne Auflagen erfüllen zu müssen - immer wieder für Verärgerung bei den Geldgebern gesorgt. Laut Beobachtern hofften sie, die Euro-Partner würden am Ende nachgeben, um einen Grexit zu verhindern. Tsipras zögerte aber auch immer wieder in den Verhandlungen. Mehrfach schien es, als stimme er einem Kompromiss zu, sagen Personen mit direkten Kenntnissen der Gespräche. Dann habe er die ohnehin schon zähen Verhandlungen aber verlassen, um sich mit Vertrauten aus seiner Syriza-Partei zu beraten. Am Ende seien die Bedingungen der Gläubiger stets inakzeptabel gewesen - und die Verhandlungen gingen wieder von vorne los.

Diese Verzögerungstaktik habe Griechenland allein in den vergangenen drei Wochen rund 30 Milliarden Euro gekostet, sagt ein hochrangiger EU-Vertreter. Die letztliche Einigung hätte auch Ende Juni im Rahmen des zweiten Hilfsprogramms erzielt werden können. Dann hätten die Banken nicht schließen müssen, was die Finanzierung der Firmen verschlechterte. Erst vor einigen Wochen habe Athen noch um neue Hilfen in Höhe von 53 Milliarden Euro gebeten. Bei den anstehenden Detail-Verhandlungen für ein drittes Rettungspaket gehe es nun aber um bis zu 86 Milliarden Euro.

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