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Juncker stellt klar: Der Grexit ist "definitiv vom Tisch"


Verhandlungen über Hilfspaket vor dem Start  

Juncker: Der Grexit ist "definitiv vom Tisch"

24.07.2015, 09:28 Uhr | dpa, rtr

Juncker stellt klar: Der Grexit ist "definitiv vom Tisch". Bald wieder am Verhandlungstisch: der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker. (Quelle: Reuters)

Bald wieder am Verhandlungstisch: der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras und EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker. (Quelle: Reuters)

Die Gläubiger forderten Reformen, das griechische Parlament hat sie beschlossen: Der Weg zu Verhandlungen über ein drittes milliardenschweres Hilfspaket ist damit frei. Um eines wird es dieses Mal nicht gehen, stellte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker klar: um den Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone.

Der Grexit sei "definitiv vom Tisch", sagte Juncker dem Sender ORF. Allerdings hänge die weitere Entwicklung von der Regierung in Athen ab: "Die Griechen müssen liefern."

In Athen werden heute Unterhändler der Geldgeber-Institutionen erwartet, verlautete aus der griechischen Regierung. Im Raum steht ein drittes Hilfsprogramm, das bis zu 86 Milliarden Euro umfassen und sich über drei Jahre erstrecken soll. Das griechische Parlament hatte zuvor innerhalb einer Woche zwei Reformpakete verabschiedet. Diese waren Bedingung für die neuen Gespräche.

Aus der Troika wird ein Quartett

Griechische Regierungsmitglieder rechnen mit "zügigen Verhandlungen" - sie sollen bis zum 12. August abgeschlossen sein. Danach müssten noch die Eurogruppe und die Parlamente einiger Euro-Staaten zustimmen. Am 20. August muss Griechenland dann 3,2 Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank (EZB) zurückzahlen.

Die frühere Kreditgeber-Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) wird laut griechischen Medien bei den Verhandlungen um einen Vertreter des Euro-Rettungsfonds (ESM) verstärkt. Der größte Teil der neuen Milliardenhilfen soll aus dem ESM kommen.

"Erniedrigtes Griechenland wäre ein gefährliches Signal gewesen"

Der Vorsitzende der Münchener Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, nannte das mögliche neue Hilfsprogramm für Griechenland eine Investition in die europäische Sicherheit. "Ich wäre sehr besorgt gewesen, wenn ein erzwungenes Ausscheiden aus dem Euro dazu geführt hätte, dass wir mit Griechenland einen dauerhaft verdrossenen und vielleicht sogar rachsüchtigen EU-Partner gehabt hätten", sagte er der "Berliner Zeitung". "Ein instabiles und erniedrigtes Griechenland wäre ein außerordentlich gefährliches Signal gewesen für die Stabilität der ganzen Region."

Griechenland ist mit über 300 Milliarden Euro verschuldet. Das Land trägt die EU-weit höchste Schuldenlast, gemessen an der Wirtschaftsleistung.

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