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China-Panik drückt Dax kräftig nach unten


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China-Panik drückt Dax kräftig nach unten

27.07.2015, 18:28 Uhr | dpa-AFX

Der deutsche Aktienmarkt ist am Montag wieder unter Druck geraten. "Die Turbulenzen in China lassen böse Vorahnungen zu. Viele Anleger haben sich deswegen erst einmal von der Börse zurückgezogen", sagte Aktienhändler Andreas Lipkow vom Vermögensverwalter Kliegel & Hafner. Auch der anziehende Eurokurs belastete die Kurse. Er macht deutsche Waren für ausländische Käufer teurer.

Der Dax ging 2,6 Prozent tiefer bei 11.056,40 Punkten aus dem Handel. In der Vorwoche war der deutsche Leitindex um fast drei Prozent gefallen. Der Index der mittelgroßen Werte - der MDax - gab zum Wochenstart um weitere 2,6 Prozent auf 20.103,20 Punkte nach. Der Technologiewerte-Index TecDax büßte 2,9 Prozent auf 1751,96 Punkte ein.

Ein anderer Börsianer verwies auch auf den anziehenden Euro-Kurs, der wieder auf über 1,11 US-Dollar und damit den höchsten Stand seit zwei Wochen kletterte. Nach einem etwas stärker als erwarteter Zuwachs bei den US-Auftragseingängen für langlebige Wirtschaftsgüter hatte die Gemeinschaftswährung am Nachmittag nochmal einen Gang zugelegt. Börsianer sehen gerade exportorientierte Unternehmen als Leidtragende eines starken Euro, da die deutschen Waren dann für ausländische Käufer teurer erscheinen. Das überraschend aufgehellte Ifo-Geschäftsklima in Deutschland hatte die Stimmung an der Frankfurter Börse derweil nicht nachhaltig verbessern können.

DEUTSCHE BANK VON GEWINNMITNAHMEN BELASTET

Tagesverlierer im Dax war die Aktie der Deutschen Bank mit einem Abschlag von vier Prozent. Händler verwiesen auf die zuvor besonders dynamische Erholung der Bankenwerte, allen voran bei den Papieren des deutschen Branchenprimus: Seit dem Zwischentief am 8. Juli hatte sich die Aktie in der Spitze um mehr als 17 Prozent erholt und damit die beste Entwicklung im gesamten Dax gezeigt. Aktienhändler Lipkow verwies auch auf andere Sorgen: "Die Banken schaffen es weiterhin, jeden möglichen Finanzskandal mitzunehmen", sagte der Experte mit Blick auf einen negativen Bericht im "Spiegel".

Die Aktien der Deutschen Börse büßten 2,9 Prozent ein. Außer dem 725 Millionen Euro schweren Kauf der Devisenhandels-Plattform 360T kündigte der Frankfurter Börsenbetreiber die Komplettübernahme des Index-Anbieter Stoxx sowie der Indexberechnungsfirma Indexium an. Die am Abend erwarteten Quartalszahlen sollten Experten zufolge stark ausfallen.

AUTOZULIEFERER VON STUDIE BELASTET

Eine negative Studie belastete die Aktien der deutschen Autozulieferer im MDax. Analyst Tim Rokossa von der Deutschen Bank zeigte sich besorgt über die Schwäche im chinesischen Markt. Eine Abstufung drückte die Aktie von Dürr mit minus 8,54 Prozent ans Indexende, bei den Papieren des Roboterbauers Kuka ging es um 7,97 Prozent bergab.

Die europäischen Börsen konnten sich dem weltweiten Abwärtsdruck nicht entziehen - der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 2,41 Prozent auf 3513,10 Punkte. Auch der Pariser CAC-40-Index und der FTSE-100-Index in London schlossen im Minus. In New York verzeichnete der Dow Jones Industrial-Index zum Börsenschluss in Europa auch Verluste.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 0,52 (Freitag: 0,55) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,16 Prozent auf 139,12 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,1 Prozent auf 153,89 Zähler zu. Auch der Euro legte zu: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1058 (1,0939) US-Dollar fest. Am Abend stand die Gemeinschaftswährung bei 1,1112 Dollar. Die Feinunze Gold kostete am Terminmarkt 1096 Dollar bzw. 986 Euro.

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Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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