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Horst Seehofer ist gegen Grexit - auch nicht auf Zeit


CSU-Chef stellt sich gegen Schäuble  

Seehofer: Kein Grexit - auch nicht auf Zeit

28.07.2015, 16:02 Uhr | dpa, t-online.de

Horst Seehofer ist gegen Grexit - auch nicht auf Zeit. CSU-Chef Horst Seehofer stellt sich gegen Wolfgang Schäuble. (Quelle: dpa)

CSU-Chef Horst Seehofer stellt sich gegen Wolfgang Schäuble. (Quelle: dpa)

Der bayerische Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer rät davon ab, ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone anzustreben oder zu organisieren. Damit stellt er sich auf die Seite von Kanzlerin Angela Merkel und gegen Finanzminister Wolfgang Schäuble, der in den vergangenen Wochen mehr oder weniger offen auf einen Grexit hingearbeitet hatte.

Niemand könne die Auswirkungen eines solchen Grexits vorhersagen, außer, dass viele Kredite abzuschreiben wären, sagte Seehofer der "Welt". Gleichzeitig wären weiter Finanzhilfen für das hoch verschuldete Land notwendig.

"Dazu käme das blanke Chaos", fügte er hinzu. Nur wenn Griechenland nicht bereit wäre, sich zu reformieren, müsste man einen solchen Weg in Kauf nehmen. Auch ein "Grexit auf Zeit" - ein Vorschlag Schäubles - käme für ihn nicht infrage.

"Schuldenerleichterungen sind verantwortbar"

Seehofer zeigte sich zuversichtlich, dass nach dem nun geplanten dritten Hilfspaket keine weiteren Hilfen notwendig werden. "Wenn das, was jetzt beschlossen wurde, funktioniert und gemacht wird, haben wir die Probleme im Griff", sagte er.

Der CSU-Vorsitzende sprach sich gegen einen Schuldenschnitt aus, sagte aber: "Schuldenerleichterungen sind verantwortbar." Hierbei teile er die Meinung der Kanzlerin: "Sie hat hart verhandelt und viel erreicht, nämlich Ergebnisse, die für Griechenland einschneidende Konsequenzen haben", so Seehofer. "Und ich teile ihre Ansicht, dass wir alles versuchen müssen, dass Europa zusammenhält und der Euro stabil bleibt."

"Es geht in dieser Frage um sehr, sehr viel"

Auf die Frage zu möglichen Gegenstimmen zu seiner Linie innerhalb der CSU sagte Seehofer: "Es mag in der CSU Einzelne geben, denen diese Linie nicht gefällt. Aber es geht in dieser Frage um sehr, sehr viel - um unsere Währung und um Europa."

Für Spielereien sei das Thema viel zu ernst. Bayern erwirtschafte mehr als die Hälfte seines Wohlstands durch den Export. Das könne man nicht aus parteitaktischen Erwägungen "künstlich gefährden".

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