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Deutsche Bahn: Gewinn bricht massiv ein - Grube plant Radikal-Umbau


Fast 40 Prozent weniger  

Bahn-Gewinn bricht ein - Grube plant Radikal-Umbau

28.07.2015, 14:49 Uhr | AFP, dpa

Deutsche Bahn: Gewinn bricht massiv ein - Grube plant Radikal-Umbau. Gewinneinbruch im ersten Halbjahr. Streiks kosten die Bahn mehr als 500 Millionen Euro. (Quelle: imago images)

Gewinneinbruch im ersten Halbjahr. Streiks kosten die Bahn mehr als 500 Millionen Euro. (Quelle: imago images)

Die wiederholten Lokführerstreiks haben die Deutsche Bahn rund 500 Millionen Euro gekostet. Durch die Ausstände fehlten allein im Ergebnis des ersten Halbjahrs 2015 mehr als 250 Millionen Euro, teilte die Deutsche Bahn in Berlin mit. Dem Unternehmen seien durch die "größte und folgenschwerste Tarifauseinandersetzung" in der Geschichte "wichtige Einnahmen" entgangen, sagte Bahn-Chef Rüdiger Grube und kündigte einen radikalen Wandel an.

Das Ergebnis nach Steuern sank von 642 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 391 Millionen Euro, ein Minus von gut 39 Prozent. Der Umsatz erhöhte sich von Januar bis Juni um 1,3 Prozent auf 20 Milliarden Eur. Das operative Ergebnis sank um fast ein Fünftel auf 890 Millionen Euro.

Daher will die Bahn in der zweiten Jahreshälfte den Kapitalmarkt anzapfen. Über Anleihen sollen 1,5 bis 1,6 Milliarden Euro eingenommen werden, wie Finanzvorstand Richard Lutz sagte. Je nach Lage am Kapitalmarkt könne zum Jahresende auch noch mehr Geld aufgenommen werden.

Weniger Menschen reisen mit der Bahn

Die Zahl der Reisenden bei der Deutschen Bahn im Personenverkehr in Deutschland ging im ersten Halbjahr um 1,6 Prozent zurück. Generell aber hat die Bahn vor allem im Fernverkehr wegen der Konkurrenz der Fernbusse und des relativ niedrigen Spritpreises für Autos zu kämpfen.

Grube will Bahn umstrukturieren

Grube hatte dem Aufsichtsrat einen Sechs-Punkte-Plan zum Umbau des Konzerns vorgelegt, um auf die Schwierigkeiten in mehreren Geschäftsfeldern zu reagieren. Dazu gehört, dass die Zahl der Vorstandsmitglieder von acht auf sechs verringert wird. Allein in ihrer Zentrale will die Bahn außerdem bis zum Jahr 2020 rund 700 Millionen Euro einsparen.

Zudem soll es vor allem darum gehen, den bisherigen Teilkonzern DB Mobility Logistics aufzulösen. Dort sind gegenwärtig die Geschäftsfelder für Personen- und Güterverkehr zusammengefasst. Gegründet 2008 war die Mobility Logistics als Teil der Konstruktion für den geplanten Börsengang gedacht, der dann aber abgesagt wurde. Als Dachgesellschaft fungiert die im Zuge der Bahnreform 1994 geschaffene Deutsche Bahn AG. Darin sind das Netz, die Bahnhöfe und die Sparte Energie gebündelt.

Der bisherige Konzernaufbau sorgt für Doppelstrukturen. Mit einem Umbau will die Bahn Entscheidungs- und Kommunikationswege verkürzen und schneller und flexibler auf Veränderungen wie zum Beispiel durch die Fernbus-Konkurrenz reagieren.

Seine konkreten Vorstellungen dafür wolle Bahnchef Grube am 16. Dezember dem Aufsichtsrat vorlegen. Die Bahn ist mit rund 196.000 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber in Deutschland. Im Ausland hat sie gut 100.000 Mitarbeiter.

Verbraucherverbände verlangten daneben aber auch einen besseren Service sowie übersichtlichere Tarife, damit Kunden etwa zur Bahn zurückkehren.

Lokführer streikten neun Mal

Die Mitglieder der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hatten zwischen September 2014 und Mai 2015 insgesamt neun Mal gestreikt - zunächst nur für mehrere Stunden, dann aber auch mehrere Tage lang. Millionen Pendler mussten umplanen, Unternehmen verlagerten den Transport wichtiger Güter von der Schiene auf die Straße. Neben den entgangenen Einnahmen musste die Bahn Kosten für die Umplanung von Zug- und Dienstplänen und die Entschädigung von gestrandeten Reisenden verkraften.

Der Tarifkonflikt mit der GDL war letztlich in einer Schlichtung beigelegt worden. Anfang Juli verständigten sich beide Seiten auf ein Gesamtpaket mit Lohnerhöhungen, Regelungen zur Entlastung der Mitarbeiter und einer langfristigen Perspektive der GDL als Tarifpartner der Deutschen Bahn.

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