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Griechenland erwartet mehr als 20 Milliarden Euro in erster Tranche


Verhandlungen über neues Hilfspaket  

Griechenland erwartet mehr als 20 Milliarden Euro in erster Tranche

02.08.2015, 18:37 Uhr | rtr, dpa

Griechenland erwartet mehr als 20 Milliarden Euro in erster Tranche. Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras hofft auf ein neues Hilfspaket und weitere Milliarden. (Quelle: Reuters)

Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras hofft auf ein neues Hilfspaket und weitere Milliarden. (Quelle: Reuters)

Die Zeit ist knapp, die gegenseitigen Ansprüche umso höher. In den Verhandlungen um ein neues Hilfspaket für Griechenland haben die Geldgeber der Regierung in Athen einen Katalog harter Forderungen präsentiert. Die Griechen wiederum erwarten bereits in einer ersten Tranche eine Summe von mehr als 20 Milliarden Euro.

Wie zuerst die Zeitung "Kathimerini" berichtete, will Athen das Geld zur Rückzahlung eines Überbrückungskredits und zur Tilgung griechischer Anleihen bei der Europäischen Zentralbank (EZB) verwenden. Zehn Milliarden davon dienten zudem der Rekapitalisierung von Banken. An die gleichen Informationen kam inzwischen auch das regierungsnahe Blatt "Avgi".

Geldgeber fordern harte Maßnahmen

Die Forderungen der Geldgeber umfassen derweil die Rücknahme von Neueinstellungen im öffentlichen Dienst, die von der Linksregierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras vorgenommen worden waren. Auch eine höhere Besteuerung von Reedereien, eine Abschaffung von Steuerbegünstigungen für Bauern und eine Begrenzung vorzeitiger Pensionierungen wird verlangt, berichtete die Zeitung "To Vima".

In den Verhandlungen geht es um ein Hilfsprogramm von bis zu 86 Milliarden Euro für drei Jahre. Den gesamten Rekapitalisierungsbedarf der griechischen Banken schätzen Experten auf bis zu 25 Milliarden Euro. In den vergangenen Wochen haben griechische Bürger und Unternehmen Milliarden von ihren Konten abgezogen.

Die Regierung konnte dies mit der Beschränkung des Kapitalverkehrs und der Schließung der Banken stoppen. Auch die Athener Börse stellte den Handel ein. Die Geldhäuser sind inzwischen wieder offen, die Bargeldabhebungen aber limitiert. Am Montag soll auch die Börse nach fünfwöchiger Zwangspause wieder öffnen.

Wirtschaftsminister Giorgos Stathakis erklärte unterdessen, eine Einigung werde zwar schwierig. "Sie wird aber wirtschaftlich tragbar sein, weil sie die Gefahr eines Grexits weiter verringert", sagte der Minister der Zeitung "Efimerida ton Syntakton".

Wirtschaftsminister spricht von "Mini-Umschuldung"

Griechenland erhoffe sich vom dritten Hilfsprogramm auch indirekt die Umstrukturierung eines Teils seiner Staatsschulden. Die Hilfe solle ein langfristiges Darlehen mit etwa 30 Jahren Laufzeit umfassen, so Stathakis weiter. Damit könnten Kredite der EZB und des Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückgezahlt werden. "Es handelt sich um eine Mini-Umschuldung. Sie könnte den Auftakt bilden zu einer bedeutenden Umstrukturierung der griechischen Schulden, wie die vom IWF schon seit langer Zeit verlangt wird."

Weil die Differenzen zwischen Griechenland und den Gelgebern aber nach wie vor groß sind, wird in griechischen Medien bereits über einen neuen Überbrückungskredit spekuliert. Der "Focus" hatte am Samstag berichtet, dass die Bundesregeirung den Zeitplan für eine Einigung bereits in Gefahr sehe. Demnach sollten die Verhandlungen bereits am 10. August abgeschlossen sein.

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