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Primark-Chef Krogmann kontert Kritik: "Billig ist nicht gleich böse"


Primark-Chef kontert Kritik  

"Billig ist nicht gleich böse"

08.08.2015, 16:05 Uhr | t-online.de

Primark-Chef Krogmann kontert Kritik: "Billig ist nicht gleich böse". Der Geschäftsführer für die Region Nordeuropa des Textildiscounters Primark, Wolfgang Krogmann. (Quelle: dpa)

Der Geschäftsführer für die Region Nordeuropa des Textildiscounters Primark, Wolfgang Krogmann. (Quelle: dpa)

Der irische Textilcounter Primark ist erfolgreich und bei jungen Leuten beliebt - steht aber immer wieder in der Kritik: Die günstige Kleidung wird in typischen Billiglohnländern wie Kambodscha und Bangladesch hergestellt. Dort herrschen Arbeits- und Sicherheitsbedingungen, die immer wieder von Menschenrechtsorganisationen oder der UN problematisiert werden. Nun meldet sich der Nordeuropa-Chef zu den Vorwürfen zu Wort - und bringt auch Konkurrenten ins Spiel.

Wolfgang Krogmann verteidigt im Gespräch mit dem "Spiegel" das Geschäftsmodell und die Produktionsbedingungen seines Unternehmens. Die Kunden wüssten, dass die Ware von Primark "aus den gleichen Fabriken in Bangladesch oder Kambodscha kommt wie die
unserer Mitbewerber", sagte der 59-Jährige dem Nachrichtenmagazin.

Kritik trifft uns

Die Bedingungen, unter denen die Kette produzieren lasse, halte er für "sehr gut", so der Manager weiter. Er überzeuge sich regelmäßig vor Ort von den Arbeits- und Sicherheitsbedingungen der Arbeiter. Und die Firmen, mit denen Primark zusammenarbeite, zahlen alle den Mindestlohn und darüber hinaus. Und seine Produkte kosteten trotzdem deutlich weniger als die der Konkurrenz. Für ihn gebe es an alledem nichts auszusetzen.

Außerdem arbeite Primark ohne Zwischenhändler, habe eine schlanke Verwaltung und er verzichte auf ein Sekretariat. Diese Maßnahmen sowie die Masse an Kunden würde die niedrigen Preise und Gewinnmargen erklären.

Gleichzeitig räumte der Deutschland-Chef der Modemarke ein, dass die dauernde Kritik am Unternehmen belaste: "Die Kritik trifft uns." Das Unternehmen müsse einfach immer wieder erklären, nach welchem Prinzip es arbeite. "Und dass billig nicht gleich böse ist."

Keine Verantwortung für Teenager-Kaufrausch

Auch den Vorwurf, Primark verführe seine größtenteils minderjährigen Kunden durch Billigpreise, Werbung in den sozialen Netzwerken und geschickte Marketing-Aktionen in den Shops zum Konsum, wies Krogmann zurück:

"Es ist nicht die Aufgabe von Primark, einer 16-Jährigen ein Gefühl dafür zu vermitteln, wie viele Paar Schuhe sie besitzen muss." Welchen Wert Menschen Kleidungsstücken entgegenbrächten, sei nicht das Probleme des Anbieters sondern der Gesellschaft.

Umwelt- und Lohnstandards eingehalten

Letztlich wies Krogmann im Interview mit dem "Spiegel" auch darauf hin, Standards bei umweltfreundlicher Produktion einzuhalten und mit Nichtregierungsorganisationen zusammenzuarbeiten, um gerechte Löhne und gerechte Preise einzuhalten.

Primark ist seit 2009 auf dem deutschen Markt und hat mittlerweile 18 Filialen. Die Marke, bei der insgesamt 5500 Mitarbeiter angestellt sind, verkauft mehr als 200 Millionen T-Shirts pro Jahr. Wolfgang Krogmann war bis 2009 Deutschlandchef der schwedischen Modemarke H&M.

Im Jahr 2013 war in der Hauptstadt Bangladeschs ein Fabrikgebäude eingestürzt, in dem auch für Primark produziert wurde. 1134 Menschen starben.

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