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China: Yuan erneut abgewertet - Niedrigster Stand seit Jahren


Erneute Abwertung  

Yuan auf niedrigstem Stand seit Jahren

12.08.2015, 15:09 Uhr | t-online.de, dpa

China: Yuan erneut abgewertet - Niedrigster Stand seit Jahren. Verliert gegenüber anderen Währungen erneut an Wert: Der chinesische Yuan. (Quelle: Reuters)

Verliert gegenüber anderen Währungen erneut an Wert: Der chinesische Yuan. (Quelle: Reuters)

China schickt den Yuan (Renminbi) auf Talfahrt: Nach einem erneuten Eingriff durch die Zentralbank fällt die Währung auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren. International erhält Peking Lob für die Maßnahme, der Dax stürzt dennoch ab.

Analysten sind der Ansicht, dass ein schwächerer Yuan vor allem der Exportindustrie des Landes helfen wird. Die Ausfuhren Chinas waren im Juli um 8,3 Prozent im Vergleich zum Juli des Vorjahres eingebrochen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) nannte die Rekordabwertung des Yuan vom Vortag einen "willkommenen Schritt", weil der Markt eine größere Bedeutung bei der Bestimmung des Wechselkurses erhalte. Auch die EU-Kommission in Brüssel sprach nach dem überraschenden Politikwechsel der chinesischen Zentralbank von einer "positiven Entwicklung".

Dax fällt unter 11.000 Punkte

Dem Dax setzt die Maßnahme dennoch zu: Aus Sorge um die Geschäfte der deutschen Wirtschaft mit China sackte der Leitindex zeitweise auf unter 11.000 Punkte ab. Schon am Vortag hatte der Dax deutlich nachgegeben. Anleger reagierten auf die erneute Absenkung des Yuan panisch. Vor allem Exportwerte stürzten kräftig ab.

Denn ein Bericht des nationalen Statistikamtes verunsichert die Anleger: Die chinesische Industrieproduktion stieg demnach schwächer als bislang erwartet. Diese Entwicklung belaste den deutschen Aktienmarkt mit seinen vielen exportorientierten Unternehmen deutlicher als andere europäische Börsen, sagte IG-Marktstratege Chris Weston.

Folgen weitere Abwertungen?

Unklarheit herrscht nun darüber, ob noch weitere Abwertungsschritte des Yuan folgen. Die Zentralbank schrieb zwar am Mittwoch in einer Stellungnahme: "Momentan gibt es keine Basis dafür, die Abwertung des Wechselkurses fortzusetzen." Allerdings hatten die Geldwächter schon bei der Intervention am Vortag betont, dass es sich um eine "einmalige Maßnahme" handele - und dann abermals abgewertet.

Die Bank setzte am Mittwoch den Referenzkurs auf 6,3306 Yuan je US-Dollar fest - ein Abschlag für die chinesische Währung von weiteren 1,6 Prozent im Vergleich zum Vortag. Bereits am Dienstag hatte die Bank den Referenzkurs um 1,9 Prozent gesenkt und damit den Yuan im Verhältnis zum Dollar auf den niedrigsten Stand seit drei Jahren geschickt.

Peking will Chancen verbessern

Noch immer wird der Yuan längst nicht so frei wie andere Währungen gehandelt, weshalb der täglich neu festgelegte Mittelwert von großer Bedeutung ist. Die Zentralbank hatte am Dienstag angekündet, den Mechanismus ändern zu wollen, mit dem der tägliche Referenzkurs des Yuan festgelegt wird. Ausgehend von diesem Fixpunkt lässt die Zentralbank Handelsschwankungen von zwei Prozent nach oben und unten zu. Während das Institut den Referenzkurs bislang selbst festlegte, soll sich der Kurs künftig am Schlussstand des Vortages orientieren. Der Einfluss der Marktkräfte soll also gestärkt werden.

Peking hofft mit dem Schritt, seine Chancen auf eine Aufnahme in einen Korb von internationalen Reservewährungen des IWF zu verbessern. Darin sind bisher der US-Dollar, der Euro, das britische Pfund und der japanische Yen enthalten.

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