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Ölpreise fallen auf Sechs-Jahres-Tief - Sprit wird billiger


Globale Wachstumssorgen  

Ölpreise fallen auf Sechs-Jahres-Tief

14.08.2015, 08:15 Uhr | dpa-AFX , t-online.de

Ölpreise fallen auf Sechs-Jahres-Tief - Sprit wird billiger. Die hohe Rohölförderung führt bei niedriger Nachfrage zu fallenden Ölpreisen. (Quelle: Reuters)

Die hohe Rohölförderung führt bei niedriger Nachfrage zu fallenden Ölpreisen. (Quelle: Reuters)

Die Ölpreise haben ihre Talfahrt am Freitag fortgesetzt. Der jüngste leichte Preisanstieg hatte bereits am Donnerstagnachmittag ein Ende gefunden. So fiel der Preis für die richtungweisende US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) am Freitagmorgen nun auf 41,35 Dollar - das ist der tiefste Stand seit gut sechs Jahren.

Bereits gestern sackte der Preis zwischenzeitlich unter die Marke von 42 Dollar. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete am Morgen 49,18 US-Dollar.

Globale Wachstumssorgen drücken auf Preisniveau

Seit Juni haben die Ölpreise nun mehr als 30 Prozent nachgegeben. Es sei nach wie vor die Überversorgung des Marktes, die die Preise drückt, sagte ein Händler. Dazu kämen die globalen Wachstumssorgen, vor allem ausgehend von China. Zudem werde die Nachfrage durch den starken Dollar gedrückt, der Öl in anderen Währungsräumen verteuert.

Die Weltbank hatte kürzlich prognostiziert, die Ölpreise würden durch das Iran-Abkommen und die daraus folgende Marktöffnung im kommenden Jahr um weitere zehn Dollar pro Fass sinken. Das wäre ein Rückgang um rund 20 Prozent verglichen mit dem Preis zum Zeitpunkt der Prognose.

Derzeit keine Deflationsgefahr

Sinkende Preise für Energie drücken die Inflation - und erhöhen möglicherweise die Gefahr einer ungeliebten Deflation, also über einen längeren Zeitraum fallender Preise. Dekabank-Chefvolkswirt Ulrich Kater beruhigt jedoch. "In diesem Jahr ist die Inflationsrate ein Spielball des Rohölpreises", erklärt er. Bei konstantem Ölpreis läge die Inflation in Deutschland etwa bei einem Prozent. Solange die Löhne weiter steigen, rechne er nicht mit Deflation, sagt Kater.

Verbraucher profitieren

Für private Verbraucher sind die fallenden Rohölpreise positiv zu werten. Sowohl Heizöl als auch der Sprit an den Tankstellen dürfte sich tendenziell weiter verbilligen.

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