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Experte sagt Ölpreis von 25 Dollar pro Barrel voraus


Preisverfall beim schwarzen Gold  

Experte sagt Ölpreis von 25 Dollar pro Barrel voraus

25.08.2015, 18:19 Uhr | dpa-AFX, rtr, t-online.de

Experte sagt Ölpreis von 25 Dollar pro Barrel voraus. Ölproduktion im Iran: Mittelfristig will das Land seine Marktanteile zurückerobern - und dürfte den Ölpreis damit weiter drücken. (Quelle: Reuters)

Ölproduktion im Iran: Mittelfristig will das Land seine Marktanteile zurückerobern - und dürfte den Ölpreis damit weiter drücken. (Quelle: Reuters)

Anfang der Woche ist der Ölpreis erstmals seit sechs Jahren unter 40 Dollar gerutscht. Grund war die Sorge um die Konjunktur in China, die auch die weltweiten Aktienmärkte nach unten riss. Doch das Ende der Fahnenstange beim Ölpreisverfall ist längst nicht erreicht, wie Analyst John Kilduff von der auf Rohstoffe spezialisierten Investment-Firma Again Capital prognostiziert. Mit seiner dramatischen Vorhersage ist er keineswegs allein.

"Dieser Bammel wegen China. Wenn sie denken, das ist schlecht für den US-Aktienmarkt - das ist sogar noch schlimmer für den weltweiten Ölmarkt", erklärte Kilduff. Der Preis für die US-Sorte WTI werde vermutlich noch weiter fallen. Bislang habe er gedacht, er werde bei rund 35 Dollar landen. "Jetzt denke ich, wir werden bei rund 25 Dollar sein." Auch der Chef des russischen Ölkonzerns Lukoil, Wagit Alekperow, sieht den Ölpreis auf bis zu 25 Dollar fallen, wie das "Handelsblatt" kürzlich berichtete.

Tiefster Stand seit 2009

Angesichts des derzeitigen Ölpreisverfalls scheinen die Einschätzungen keineswegs überzogen. So ging die die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) am Montagabend in New York mit 38,24 Dollar pro Barrel (159 Liter) aus dem Handel. Zuletzt hatte sie im Februar 2009 unter 40 Dollar geschlossen. Der Preis für die international bedeutende Nordseesorte Brent fiel in London auf einen Schlusspreis von 42,69 Dollar pro Barrel und damit ebenfalls auf den tiefsten Stand seit 2009. Dass der Preis am Dienstag wieder um zwei bis drei Prozent zulegte, erscheint demgegenüber eher als technische Gegenreaktion.

Iran will Marktanteile zurückerobern

Zu den Konjunktursorgen im Reich der Mitte gesellt sich der Umstand, dass die geplante Aufhebung der Sanktionen gegen den Iran im Zuge des Atomabkommens den Ölpreis zusätzlich drücken dürfte. Bei einer vollständigen Rückkehr des Iran auf den Weltmarkt werde der Preis im kommenden Jahr um weitere zehn Dollar pro Barrel sinken, heißt es in einem Anfang vergangener Woche veröffentlichten Bericht der Weltbank.

Irans Ölminister Bidschan Sanganeh hat bereits angekündigt, das Land wolle seinen Anteil am Erdölmarkt zurückerobern: "Wir sollten unser Öl verkaufen, ob der Preis fällt oder bei 100 Dollar pro Barrel liegt", sagte er. Sobald die Strafmaßnahmen beendet seien, werde der Iran die Förderung um 500.000 Barrel pro Tag erhöhen. Kurz darauf könne sie um weitere 500.000 Barrel gesteigert werden.

Spritpreise dürften wieder in den Keller gehen

Profiteur des Ölpreisverfalls ist nicht zuletzt die deutsche Industrie, die ihre Exportprodukte dank niedrigerer Herstellungs- und Transportkosten auf dem Weltmarkt billiger anbieten kann. Freuen können sich auch alle Verbraucher, die mit Öl heizen, und zwar ebenso wie alle Autofahrer, da die Preise an der Zapfsäule schon bald wieder kräftig fallen dürften.

So stellte die Commerzbank jüngst in Aussicht, dass der Benzinpreis um bis zu 20 Cent pro Liter sinken und damit auf das Niveau vom Januar zurückfallen könnte. Anfang des Jahres hatte ein Liter Super E10 gerade einmal rund 1,24 Euro gekostet, derzeit sind es 1,38 bis 1,45 Euro. Auch der Dieselpreis könnte der Einschätzung zufolge wieder in Richtung ein Euro sinken.

Problematisch ist der rasante Ölpreis-Verfall dagegen für die erdölproduzierenden Länder. Nichtdestotrotz hat Saudi-Arabien als größter Opec-Exporteur die Fördermenge jüngsten Daten zufolge zuletzt sogar noch gesteigert, um seine Marktanteile auf dem Weltmarkt zu sichern. Zudem wird auch in den USA etwa mit der hierzulande umstrittenen Fracking-Methode wieder mehr und mehr Öl gefördert.

Gründe für einen Anstieg des Ölpreis sucht man indes vergeblich. Dabei hat der Verfall des Preises für das schwarze Gold für die Exportnation Deutschland nicht nur rosige Seiten. Denn gerade die ölproduzierenden Schwellenländer haben angesichts dessen zukünftig wohl immer weniger Geld für Importe Made in Germany.

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