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Wochenausblick Börse: Damoklesschwert US-Zinswende bleibt weiter scharf


Wochenausblick Börse  

Damoklesschwert US-Zinswende bleibt weiter scharf

06.09.2015, 14:01 Uhr | dpa-AFX

"Bitte anschnallen!" - dies dürfte auch in der neuen Woche ein guter Rat für jeden Anleger am deutschen Aktienmarkt sein. Denn schon am Montag werden sich die asiatischen Festlandsbörsen nach einer zweitägigen Feiertagspause zurückmelden. Die dortigen Turbulenzen hatten den Dax im August auf eine wilde Achterbahnfahrt geschickt, die das Börsenbarometer kurz bis auf 9338 Punkte gedrückt hatte. Zudem hält die Unsicherheit über die Entwicklung der Weltkonjunktur an. Damit könnte es mit den Kursen hierzulande eher weiter nach unten als nach oben gehen.

Nach wie vor lautet die Frage aller Fragen an den Finanzmärkten, wann die US-Notenbank (Fed) das erste Mal seit einer Dekade wieder den Leitzins erhöht. Denn das billige Geld der Währungshüter gilt als ein wichtiger Treiber des Aktienmarkt-Booms der vergangenen Jahre. Zwar sind die Geldschleusen im Euroraum immer noch weit geöffnet. Groß sind derzeit aber die Sorgen, dass ein weiter anziehender Arbeitsmarkt in den USA die Fed zu einer schärferen Gangart verführen könnte, die die weltweite Konjunktur abzuwürgen droht.

US-Jobbericht schürt Zinssorgen

Der viel beachtete US-Arbeitsmarktbericht für August hatte am Freitag diese Befürchtungen eher noch geschürt als zerstreut. "Der Arbeitsmarkt in den USA ist ungebremst stark", schrieb Volkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank. So war die Erwerbslosigkeit weiter gesunken und liegt nun auf dem tiefsten Stand seit über sieben Jahren. Zudem zogen die Stundenlöhne etwas stärker an als gedacht.

Angesichts der etwas niedriger als gedacht ausgefallenen Arbeitslosenquote rechneten die Anleger wohl in der Mehrzahl eher schon im September als erst im Dezember mit einem ersten Zinsschritt nach oben, sagte Marktanalyst Robert Halver von der Baader Bank. Ausgemacht sei dies aber noch lange nicht, da in den USA weniger Arbeitsplätze geschaffen worden waren als erwartet. Erst am 17. September gibt es wohl mehr Klarheit. Dann werden die Ergebnisse der nächsten Zinssitzung der Fed bekannt gegeben.

China lässt Aktien im Milliardenwert wieder handeln

Entspannung kommt derweil aus China. Das Riesenreich will Handelsbeschränkungen für Aktien im Wert von umgerechnet rund 16 Milliarden Euro wieder aufheben. Das meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag. Die Volksrepublik hatte im Juli mehr als die Hälfte ihres gesamten Aktienmarktes vom Handel ausgesetzt, nachdem die Börsen um mehr als ein Drittel abgesackt waren und die gesamten Jahresgewinne vernichtet hatten.

Chinas Zentralbank kündigte an, der Börseneinbruch sei bald beendet, der Finanzmärkte weltweit mit hinabgerissen hatte. Demnach sollten sich die Kurse stabilisieren. Nach einer Achterbahnfahrt hatten Chinas Börsen auch am bisher letzen Handelstag am vergangenen Mittwoch im Minus geschlossen.

Daten zur Industrieproduktion am Montag

Außerdem dürften in der neuen Woche weitere US-Konjunkturdaten die Diskussion um den Zustand der Weltwirtschaft anheizen. Dabei richtet sich der Fokus vor allem auf das von der University of Michigan berechnete Verbrauchervertrauen für September, das am Freitag veröffentlicht wird. Schon am Montag stehen Daten zur deutschen Industrieproduktion für Juli auf der Agenda. Sie haben nach Einschätzung der Commerzbank-Analysten das Zeug, den hiesigen Aktienmarkt stark zu bewegen. Am Dienstag werden Zahlen zur chinesischen Handelsbilanz für August veröffentlicht.

Damit bleibt die Situation für die Anleger erst einmal angespannt. Auch nach dem jüngsten Kursrutsch seien Aktien in der Breite noch nicht wirklich günstig zu haben, schrieb Analyst Markus Reinwand von der Landesbank Helaba. Hinzu komme, dass die Experten ihre recht ambitionierten Gewinnschätzungen für die Unternehmen derzeit überwiegend nach unten revidierten.

Gerry Weber mit Zahlen

Auf Unternehmensseite hingegen könnte es weiter eher ruhig bleiben, nachdem die Berichtssaison zum zweiten Quartal so gut wie abgeschlossen ist. Am Freitag veröffentlicht der angeschlagene Modekonzern Gerry Weber noch seinen Neunmonatsabschluss. Das Unternehmen muss am 21. September seinen Platz im Nebenwerte-Index MDax für den Scheinwerferhersteller Hella räumen.

Bereits am Mittwoch dürfte sich ein Blick auf die Verkehrszahlen der Lufthansa für August lohnen. Jüngst hatten sich die Anzeichen gemehrt, dass die europäischen Fluggesellschaften wohl einen extrem starken Sommer erlebt haben dürften.

Ebenfalls zur Wochenmitte wird Apple einige Produktneuheiten präsentieren. Laut Medienberichten soll es - wie traditionell im September - neue iPhone-Modelle geben. Außerdem wird die nächste Generation der Fernsehbox Apple TV erwartet. Technologieinteressierte Anleger wie etwa die Aktionäre des Apple-Zulieferers Dialog Semiconductor dürften die Nachrichten aus dem Silicon Valley gespannt verfolgen.

Weitere Börsenberichte finden Sie hier.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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