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Inflationsrate in Deutschland bleibt im August niedrig


August-Zahlen für Deutschland  

Billige Energie sorgt für Mini-Inflation

11.09.2015, 13:21 Uhr | rtr, dpa, t-online.de

Inflationsrate in Deutschland bleibt im August niedrig. Heizöl und Treibstoffe haben die Inflation im August gedämpft. (Quelle: dpa)

Heizöl und Treibstoffe haben die Inflation im August gedämpft. (Quelle: dpa)

Die Inflationsrate in Deutschland ist im August wie erwartet mit 0,2 Prozent sehr niedrig geblieben. Vor allem zurückgehende Preise für Energie sorgten dafür, dass sich im Vergleich zum Vorjahresmonat kaum eine Teuerung entwickelte.

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Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden gab die endgültige Inflationsrate bekannt und bestätigte damit zugleich seine vorhergehende Schätzung. Von Juli bis August blieben die Preise im Durchschnitt unverändert. "Im Vergleich zu den letzten Monaten hat sich der Rückgang bei den Energiepreisen erneut verstärkt", teilte die Behörde mit.

Fallende Weltmarktpreise für Rohöl verbilligten Heizöl innerhalb eines Jahres um 27,6 Prozent und Kraftstoffe wie Benzin um 9,5 Prozent. Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme wurden um 6,5 Prozent günstiger, Strom um 1,0 Prozent. "Ohne Berücksichtigung der Energiepreise wäre die Inflationsrate im August mit 1,1 Prozent deutlich höher ausgefallen", so die Statistiker.

An den Tankstellen machte sich das auch im Vergleich zu den Vormonaten bemerkbar. Nach Zahlen des ADAC kostet ein Liter E10 derzeit 1,350 Euro, Anfang August lag der Literpreis noch bei 1,448 Euro und Anfang Juli bei 1,478 Euro.

Hitzewelle beeinflusst Preise für Obst und Gemüse

Nahrungsmittel verteuerten sich dagegen um 0,8 Prozent. Mehr als im August 2014 kosteten vor allem Gemüse (plus 9,3 Prozent) und Obst (plus 6,6). Kartoffeln etwa kosteten nahezu ein Viertel mehr. Dazu könnten schlechte Ernten durch die Hitzewelle im Sommer beigetragen haben.

Zu den Gütern, die sich deutlich verteuerten, gehörten unter anderem Zeitungen und Zeitschriften (plus 6,0), Tabakwaren (plus 5,6) und die Warengruppe Kaffee, Tee, Kakao (plus 3,7). Telefone und Unterhaltungselektronik-Geräte wurden dagegen 4,2 bzw. 4,3 Prozent billiger.

Mit dem Taxi (teurer) zur neuen Wohnung (billiger)

Dienstleistungen verteuerten sich überdurchschnittlich um 1,2 Prozent: So stiegen die Mieten um 1,1 Prozent. Taxifahren kostete 13,4 Prozent mehr - hier könnte die Einführung des Mindestlohns eine Rolle gespielt haben. Für die sogenannten "anderen Dienstleistungen" mussten Verbraucher dagegen 6,2 Prozent weniger bezahlen. Das lag nach Ansicht der Statistiker hauptsächlich am Bestellerprinzip für die Wohnungsvermittlung, das Wohnungsuchenden seit Juni 2015 Geld für Makler spart.

Die Inflationsraten der vergangenen 13 Monate und die auffälligsten Preisänderungen im August. (Quelle: dpa)Die Inflationsraten der vergangenen 13 Monate und die auffälligsten Preisänderungen im August. (Quelle: dpa)

EZB will und muss Geldschleusen offenhalten

Insgesamt bleibt die Inflation in Deutschland weit entfernt von der Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Notenbank strebt mittelfristig eine Teuerungsrate von knapp unter zwei Prozent an. Deshalb haben Europas Währungshüter bereits angekündigt, die Geldschleusen notfalls noch weiter zu öffnen. EZB-Präsident Mario Draghi sagte Anfang September: "Wir haben den Willen und die Fähigkeit zu reagieren, falls dies notwendig ist." So könne das im März begonnene Programm zum Kauf von Staatsanleihen und anderen Vermögenswerten im Umfang ausgedehnt oder zeitlich gestreckt werden.

Volkswirte rechnen allerdings damit, dass die Preise in Deutschland schon bald wieder stärker steigen dürften. Commerzbank-Ökonom Marco Wagner sagte: "Mittelfristig rechnen wir mit wieder steigenden Rohölpreisen und spürbaren Lohnanstiegen. Dies dürfte die Inflationsrate bis Mitte 2016 auf zwei Prozent treiben."

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