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Atom-Rückstellungen der Atom-Konzerne wohl zu knapp bemessen - Gutachter prüfen


Wegen niedriger Zinsen  

Atom-Rückstellungen wohl zu knapp bemessen - Gutachter prüfen

11.09.2015, 15:03 Uhr | dpa, t-online.de

Atom-Rückstellungen der Atom-Konzerne wohl zu knapp bemessen - Gutachter prüfen. Das Atomkraftwerk des Betreibers E.ON im schleswig-holsteinischen Brokdorf. (Quelle: dpa)

Das Atomkraftwerk des Betreibers E.ON im schleswig-holsteinischen Brokdorf. (Quelle: dpa)

Die vier Kernkraftwerks-Betreiber in Deutschland müssen ihre Rückstellungen zur Finanzierung des Atomausstiegs voraussichtlich deutlich aufstocken. Grund dafür: die mickrigen Zinsen.

Einem Pressebericht zufolge haben die Konzerne diese Rückstellungen derzeit mit Zinssätzen zwischen 4,0 und 4,7 Prozent in den Büchern. Angesichts der anhaltenden Niedrigzins-Phase dürften diese Verzinsungswerte aber zu hoch angesetzt, also unrealistisch sein. "Eine deutliche Absenkung der Zinssätze muss Teil der Debatte werden", zitiert das "Handelsblatt" einen Insider.

Hintergrund der Debatte um Rückstellungen sind Befürchtungen aus der Politik, dass die Unternehmen für künftige Zahlungsverpflichtungen unter anderem durch den kostspieligen Rückbau von Kernkraftwerken geringere Summen zurücklegen, als später tatsächlich anfallen. Die Differenz soll in der Zwischenzeit durch Zinserträge hereinkommen.

Teyssen hält bisherige Atom-Rückstellungen für ausreichend

"Wenn wir den Zinssatz halbieren, müssen wir die Rückstellungen verdoppeln. Das wäre für uns der Killer", so eine anonyme Aussage aus einem betroffenen Unternehmen. E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall haben bislang insgesamt 39 Milliarden Euro für den Rückbau der Meiler in der Bilanz zurückgestellt. Die vom Bundeswirtschaftsministerium beauftragten "Stresstests" werfen die Frage auf, ob die bisher eingerichteten Bilanzposten ein realistisches Zinsniveau berücksichtigen, schreibt die Zeitung.

E.ON-Chef Johannes Teyssen sprach in einem Interview der Zeitung indes von "Taschenspielereien". Sein Konzern lege sehr strenge Grundsätze an. Die Wirtschaftsprüfer, die die Rückstellungen Jahr für Jahr testierten, arbeiteten sehr genau. Die Zahlen seien auch angesichts der derzeitigen Niedrigzins-Phase nicht leichtfertig. "Wir halten uns an die Bilanzregeln", betonte Teyssen. Er hält die bisherigen Atom-Rückstellungen für ausreichend.

Das sieht der RWE-Konzern derzeit genauso. "Wir gehen davon aus, dass unsere Rückstellungen richtig und angemessen sind und erwarten, dass der Stresstest das auch bestätigen wird", betonte eine Sprecherin.

Versorger-Aktien fallen weiter

Das Bundeswirtschaftsministerium hatte im Juni Experten mit den Stresstests beauftragt. Noch seien die Analysen der Prüfer nicht abgeschlossen, sagte eine Ministeriumssprecherin in Berlin auf Anfrage: "Die Arbeiten der Gutachter dauern an, Ergebnisse liegen noch nicht vor. Diese erwarten wir im Herbst 2015."

Die E.ON-Aktie verliert vorm Wochenende an der Börse weiter. Bereits am Donnerstag hatte der Dax-Wert deutlich an Wert eingebüßt, nachdem der Konzern bekannt gegeben hatte, seine Akw zu behalten. Auch das RWE-Papier verbilligt sich am Freitag um gut zwei Prozent.

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