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Zinserhöhung : Warum die Fed-Entscheidung für uns wichtig ist


Zinserhöhung oder nicht?  

Warum die Fed-Entscheidung für uns wichtig ist

17.09.2015, 16:55 Uhr | rtr, dpa

Zinserhöhung : Warum die Fed-Entscheidung für uns wichtig ist. Nicht nur in den USA erwartet man die Notenbank-Entscheidung mit Spannung. Die FED-Politik beeinflusst die Wirtschaft weltweit. (Quelle: dpa)

Nicht nur in den USA erwartet man die Notenbank-Entscheidung mit Spannung. Die FED-Politik beeinflusst die Wirtschaft weltweit. (Quelle: dpa)

Die Weltwirtschaft blickt gespannt nach Washington: Dort wird die US-Notenbank Fed bekannt geben, ob es zu einer Zinserhöhung kommt oder nicht. Die Antwort darauf ist auch für Deutschland von Bedeutung.

Beobachter sind sich uneins, ob die Währungshüter den Ausstieg aus der Nullzins-Ära bereits jetzt wagen oder den Zeitpunkt noch hinauszögern. Trotz guter Konjunkturlage sprechen die Folgen des Börsenbebens in China und die Sorgen um die Weltwirtschaft nach Ansicht der meisten Ökonomen derzeit gegen eine Erhöhung. Die Fed hält den Leitzins seit dem Höhepunkt der globalen Finanzkrise Ende 2008 in einer Spanne zwischen null und 0,25 Prozent.

Für eine Erhöhung spricht die gute Lage der US-Wirtschaft: Eine vorsichtige Anhebung der Zinsen - etwa um 0,25 Prozentpunkte - würde signalisieren, dass die Notenbanker ihr Vertrauen in die Wirtschaft zurückgewonnen haben und die Krise langsam überwunden ist.

Zu langes Zögern kann fatale Folgen haben

Eine Zinsanhebung wäre ein historischer Schritt. Denn die USA sind die größte Wirtschaftsnation der Welt. Und in einer globalisierten Welt hängt jeder von jedem ab. Was in den USA passiert, betrifft also alle.

Wenn Privatleute und Unternehmer wie seit 2008 zu sehr niedrigen Zinsen Kredite bekommen, dann können sie mehr Geld ausgeben und mehr Geschäfte machen. Die Zinssenkung war also eigentlich eine Notmaßnahme. Dennoch hält sie bis heute an.

Höhere Zinsen dagegen verhindern Immobilienblasen und eine zu hohe Inflation. Sie ermutigen Banken außerdem, Geld zu verleihen, statt es zu parken. Zinserträge sind für viele Menschen neben dem Gehalt außerdem eine wichtige Einnahmequelle.

Wartet die Fed zu lange ab, könnte die durch niedrige Ölpreise gedrückte, geringe Inflation von derzeit 0,3 Prozent außer Kontrolle geraten und über den Zielwert von zwei Prozent hinausschießen. Die Teuerungsrate dann wieder nach unten zu drücken, erfordert drastische Schritte.

Europa käme eine Erhöhung gelegen

Steigen die Zinsen in den USA, aber nicht in Europa, dürfte der Dollar gegenüber dem Euro an Wert gewinnen. Das hat Folgen, die Europas Geldpolitikern durchaus gelegen kommen: In Dollar gehandelte Importe wie Rohstoffe werden im Euroraum teurer, das stärkt den Preisauftrieb.

Zugleich werden europäische Produkte auf den Weltmärkten günstiger. Das schiebt den Export und die Konjunktur in der Eurozone an. Das spielt auch deutschen Exporteuren in die Karten, die dank der Euroschwäche ohnehin auf ein Rekordjahr zusteuern. ING-Diba-Ökonom Carsten Brzeski sagt über das jüngste Exportplus: "Der schwache Euro war ganz klar ein besonderes Konjunkturpaket."

Die EZB wird stillhalten

Ob die Europäische Zentralbank (EZB) deshalb nachzieht, wird bezweifelt. Sie wird die Geldschleusen noch lange weit geöffnet und den Zins nahe der Nulllinie lassen. Tatsächlich hat EZB-Präsident Mario Draghi gerade erst weitere Lockerungsmaßnahmen im Kampf gegen die mickrige Inflation angekündigt: "Wir haben den Willen und die Fähigkeit zu reagieren, falls dies notwendig ist."

Denn die Notenbanker rechnen im laufenden Jahr nur mit einem Anstieg der Verbraucherpreise um 0,1 Prozent im Euroraum. Die EZB strebt mittelfristig aber eine Teuerungsrate von knapp unter 2 Prozent an. Sollte diese Rate auf Jahre unerreichbar erscheinen, könnten die Währungshüter ihr milliardenschweres Programm zum Kauf von Staatsanleihen und anderen Vermögenswerten im Umfang ausdehnen oder zeitlich strecken.

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