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Volkswagen wird verdächtigt in USA bei Abgastests getrickst zu haben


Behörde verlangt Rückruf  

VW soll in den USA bei Abgastests getrickst haben

19.09.2015, 15:33 Uhr | dpa , AFP , rtr

Volkswagen wird verdächtigt in USA bei Abgastests getrickst zu haben. US-Passat von 2011: Vierzylinder-Diesel-Modelle von VW und Audi in den USA sollen einen Abgastest erkennen können und dann sauberere Abgase ausstoßen als im Normalbetrieb. (Quelle: dpa)

US-Passat von 2011: Vierzylinder-Diesel-Modelle von VW und Audi in den USA sollen einen Abgastest erkennen können und dann sauberere Abgase ausstoßen als im Normalbetrieb. (Quelle: dpa)

Volkswagen hat in den USA Ärger mit der Umweltbehörde EPA. Sie wirft dem Autobauer Verstöße gegen das Klimaschutzgesetz "Clean Air Act" vor. Die Deutschen sollen deshalb 482.000 Diesel-Fahrzeuge in Kalifornien zurückrufen.

VW wird verdächtigt, eine spezielle Software eingesetzt zu haben, um die Messung des Schadstoffausstoßes zu manipulieren, teilte die Environmental Protection Agency (EPA) in Washington mit. Damit hätten die Wagen zwar auf dem Prüfstand die Vorgaben zur Luftverschmutzung eingehalten - aber nicht im normalen Betrieb auf der Straße. Die betreffenden Vorschriften seien bewusst umgangen worden, so die EPA.

Auto erkennt Prüfstand und wird sauber

"Einfach gesagt, diese Autos hatten ein Programm, das die Abgaskontrollen beim normalen Fahren ausschaltet und bei Abgastests anschaltet", sagte EPA-Vertreterin Cynthia Giles. Folge solcher Manipulationen sei, dass die Autos Abgas-Limits um das bis zu 40-Fache überschritten.

Auf den Autobauer könnten hohe Bußgelder im Milliardenbereich und Zivilklagen zukommen, wenn sich die Vorwürfe bestätigen. Die Strafe könnte bei bis zu 37.500 Dollar (ca. 33.000 Euro) pro Auto liegen - also insgesamt bei über 18 Milliarden Dollar.

Das Unternehmen habe bereits eingestanden, dass eine Software installiert worden sei, die selbst erkenne, ob Autos behördlichen Tests unterzogen würden oder im Normalbetrieb unterwegs seien, teilte die Behörde weiter mit. VW erklärte zunächst nur, bei den Ermittlungen kooperieren zu wollen. Die Wolfsburger tun sich auf dem US-Markt ohnehin schwer und kämpfen dort schon lange mit schwachen Verkaufszahlen.

Betroffen sollen nicht nur VW-, sondern auch Audi-Modelle sein. Im Fokus der Ermittlungen stehen laut EPA Vierzylinder-Motoren der Jahre 2009 bis 2015.

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