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VW-Skandal: Auch Audi- und Porsche-Vorstände müssen wohl gehen


VW-Abgas-Affäre  

Medien: Auch Audi- und Porsche-Vorstände müssen gehen

25.09.2015, 19:01 Uhr | rtr, dpa, t-online.de

VW-Skandal: Auch Audi- und Porsche-Vorstände müssen wohl gehen. Konsequenzen im VW-Skandal: Porsche-Vorstand Wolfgang Hatz und Audi-Vorstand Ulrich Hackenberg verlassen Berichten zufolge den Konzern. (Quelle: imago/Sven Simon)

Konsequenzen im VW-Skandal: Porsche-Vorstand Wolfgang Hatz und Audi-Vorstand Ulrich Hackenberg verlassen Berichten zufolge den Konzern. (Quelle: imago/Sven Simon)

Nach dem Rücktritt von VW-Chef Martin Winterkorn müssen auch Audi-Vorstand Ulrich Hackenberg sowie Porsche-Vorstand Wolfgang Hatz den Konzern verlassen. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Auch Hackenbergs Nachfolger bei VW in Wolfsburg, Heinz-Jakob Neußer, muss "Spiegel-Online" zufolge seinen Posten räumen. Der bisherige Skoda-Chef Winfried Vahland leitet künftig die neu gegründete Marktregion Nordamerika von Volkswagen. Derweil weitet sich der Skandal auf weitere Konzerntöchter aus.

Nachfolger für Vahland bei Skoda soll demnach der bisherige Vertriebschef von Porsche, Bernhard Maier werden. Als Konsequenz aus dem Abgas-Skandal sollen künftig zudem die Märkte USA, Mexiko und Kanada in der neu geschaffenen Region Nordamerika zusammengefasst werden. Davon verspricht sich der Konzern eine "maßgebliche Stärkung" des dortigen Absatzes. Der infolge des Skandals in die Kritik geratene US-Regionalchef von Volkswagen, Michael Horn bleibt im Amt.

Schwieriger US-Job für Vahland

Horn musste sich unlängst für die Abgas-Manipulationen bei Dieselautos in den USA entschuldigen ("We screwed it up", zu deutsch: "Wir haben Mist gebaut"). "Wenn einer VW im wichtigen US-Markt retten kann, dann ist es Vahland", sagt ein hochrangiger Konzern-Manager.

Vahland hat schon einmal eine ausländische VW-Tochter erfolgreich geführt: In China (2005 bis 2010) legte er den Grundstein für den enormen Erfolg der Marke im Riesenreich, dem mit Abstand größten Markt des Autokonzerns. Auch die Marke Skoda, die er seit September 2010 leitet, entwickelte sich unter seiner Führung exzellent und erzielt höhere Renditen als die Marke Volkswagen.

Vahland begann seine Karriere 1984 als Projektanalytiker bei Opel und wechselte 1990 zu Audi als Leiter der Unternehmensplanung. 1997 wurde er Finanzchef bei VW in Brasilien, 2002 wurde er zum Skoda-Vorstand berufen.

Aufsichtsrat wird Personalien beschließen

Das Ausscheiden der Topmanager Hackenberg und Co. wird voraussichtlich am Freitag bei der VW-Aufsichtsratssitzung beschlossen. Mit ihren Rückzügen übernehmen Hackenberg und Hatz die technische Verantwortung für die Abgas-Affäre, schreibt die "Bild" in ihrer Onlineausgabe.

Die langjährigen Vorstände standen in den vergangenen Tagen im Kreuzfeuer der Kritik. Der Einbau der manipulierten Software fällt in ihre Amtszeit. Seit 2009 waren VW-Diesel-Modelle in den USA mit diesen Programmen ausgestattet worden. 

Erfinder des Baukastensystems

Hackenberg war 2007 zusammen mit Winterkorn von Audi nach Wolfsburg gewechselt. Er gilt als Erfinder des Baukastensystems, das Volkswagen derzeit bei immer mehr Marken einführt. Später kehrte Hackenberg nach Ingolstadt zurück, um Audi mit neuen Elektroautos auf die Sprünge zu helfen.

VW-Topmanger Wolfgang Hatz wechselte im Jahr 2011 als Entwicklungsvorstand zum Stuttgarter Sportwagenhersteller.

Auch Manipulationen von Dieselmotoren bei Skoda und Seat

Der Manipulationsskandal weitet sich derweil auch auf Skoda aus. Ein Sprecher der VW-Tochter bestätigte, Modelle der Reihen Fabia, Roomster, Octavia und Superb aus den Jahren 2009 bis 2013 seien teilweise mit den betroffenen Dieselmotoren ausgerüstet worden. Bei aktuellen Modellen gebe es aber keine Probleme. Das Verkehrsministerium in Prag hat eine Untersuchung eingeleitet und will bei einer eventuellen Rückrufaktion behilflich sein, wie ein Sprecher mitteilte. Der VW-Konzern hatte eingeräumt, dass es bei Abgastests von Diesel-Fahrzeugen in den Vereinigten Staaten zu Manipulationen gekommen war.

Auch Seat bestätigte am Donnerstag, dass in dem Werk der spanischen VW-Tochter Fahrzeuge mit der manipulierten Diesel-Technologie montiert worden seien. Die genaue Zahl sei nicht bekannt, verlautete aus Unternehmenskreisen. Eine Untersuchung solle nähere Aufschlüsse bringen. Die spanische Zeitung "El País" berichtet, dass seit 2009 bei Seat eine halbe Million Autos mit der manipulierten Abgas-Technologie montiert worden seien.

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