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VW-Abgas-Skandal: 2,8 Mio. Autos in Deutschland betroffen


Abgas-Skandal bei VW  

2,8 Millionen Fahrzeuge in Deutschland betroffen

26.09.2015, 11:29 Uhr | dpa

VW-Abgas-Skandal: 2,8 Mio. Autos in Deutschland betroffen. VW-Werk in Wolfsburg: Auch auf deutschen Straßen sind Fahrzeuge des Herstellers mit manipulierten Abgaswerten unterwegs. (Quelle: dpa)

VW-Werk in Wolfsburg: Auch auf deutschen Straßen sind Fahrzeuge des Herstellers mit manipulierten Abgaswerten unterwegs. (Quelle: dpa)

Im Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Volkswagen jagt eine Hiobsbotschaft die andere: Wie nun bekannt wurde, sind auch Fahrzeuge in Deutschland betroffen. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt teilte im Bundestag mit, dass hierzulande 2,8 Millionen manipulierte Fahrzeuge im Umlauf seien.

Nach aktueller Kenntnis seien dies Fahrzeuge der 1,6- und 2-Liter-Diesel-Klasse. Es stehe aber auch zur Diskussion, dass zusätzlich 1,2-Liter-Fahrzeuge betroffen seien. "Zumindest aktuell gehen wir davon aus, dass sich auch hier mögliche Manipulationen zeigen können", sagte Dobrindt. Weiteres werde gerade in den Gesprächen mit VW ermittelt.

Kurz nach Dobrindts Bekanntgabe fiel die Volkswagen-Aktie an der Börse in Frankfurt am Main weiter: Sie verlor zwischenzeitlich mehr als fünf Prozent. Seit Beginn der Woche war der Kurs bereits um 35 Prozent gefallen.

Verbraucher-Interessen berücksichtigen

Der Minister sagte weiter, das Kraftfahrt-Bundesamt fordere VW auf, verbindlich zu erklären, ob sich das Unternehmen in der Lage sieht, die eingestandenen technischen Manipulationen zu beheben. "Wir erwarten einen verbindlichen Zeitplan, bis wann die technische Lösung vorliegt und bis wann sie umgesetzt werden kann." Dabei müssten die Verbraucher-Interessen vollumfänglich berücksichtigt werden.

Volkswagen hatte bereits Manipulationen an rund elf Millionen Fahrzeugen weltweit eingeräumt. Am Donnerstag war bekannt geworden, dass auch der europäische Markt betroffen ist. Zuletzt informierte Dobrindt darüber, dass sich die Manipulationen neben Diesel-Pkw auch auf leichte Nutzfahrzeuge erstrecken.

Insider: Manipulationen in Wolfsburg bewerkstelligt

Einem Medienbericht zufolge wurde die Fälschung von Abgaswerten in großen Teilen von VW-Managern in der Wolfsburger Konzernzentrale überwacht. In den USA, wo der Skandal zuerst aufflog, habe der Hersteller gar nicht die Ingenieure, um die Autos entsprechend zu manipulieren, berichtet "Bloomberg" unter Berufung auf mit den US-Geschäft von VW vertraute Personen.

Neuer VW-Chef steht wohl schon fest

Im Zuge des Skandals hatte VW-Chef Martin Winterkorn am Mittwoch seinen Rücktritt erklärt. Derzeit tagt der Aufsichtsrat des Unternehmens und berät über die Affäre. Nachfolger soll nach Insider-Informationen der bisherige Porsche-Chef Matthias Müller werden.

Mögliche Abfindung stößt auf Unverständnis

Derweil regt sich in der Politik Unmut wegen einer möglichen Abfindung für Winterkorn. "Eine Millionenabfindung für Winterkorn wäre ein Schlag ins Gesicht aller Arbeitnehmer, die sich ehrlich und engagiert in ihre Firma einbringen", sagt der Bundesvize der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Christian Bäumler, dem "Handelsblatt".

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