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Wochenausblick: Schwacher Monat fordert Dax-Anlegern starke Nerven ab


Wochenausblick  

Schwacher September erfordert weiter starke Nerven

25.09.2015, 21:07 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Wochenausblick: Schwacher Monat fordert Dax-Anlegern starke Nerven ab. Das wird die Börse in der kommenden Woche bewegen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das wird die Börse in der kommenden Woche bewegen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Zitterpartie am deutschen Aktienmarkt setzt sich in der neuen Woche fort. Der Schock über manipulierte Abgastests von VW ist noch nicht überwunden, da kommen auf die Anleger bereits neue Unwägbarkeiten zu. Denn aus Europa und den USA werden in den nächsten Handelstagen zahlreiche wichtige Konjunkturdaten erwartet.

Hinzu kommt Unsicherheit wegen der Regionalwahl in Katalonien, das sich von Spanien abspalten will. Und auch Griechenland könnte wieder auf die Agenda zurückkehren. Um noch eins oben drauf zu setzen: In den USA steht zudem das leidige Thema "Government Shutdown" wieder auf der Tagesordnung, denn am 30. September endet das Haushaltsjahr 2015, und die Situation ähnelt der aus dem Jahr 2013.

Dax-Verlust im September bislang sechs Prozent

Investmentanalyst Berndt Fernow von der LBBW rechnet wegen der hohen Nervosität daher mit weiteren Verlusten beim Dax und dem EuroStoxx 50. Spätestens im Oktober sollte aber der Boden erreicht sein, glaubt er. Und auch Analyst Ulrich Wortberg von der Helaba sieht aktuell noch keinen Anlass zur Entwarnung. Nach einer vorübergehenden Erholungsphase seien neue Rückschläge gut denkbar, auch wenn das markante Tief vom August bei 9338 Punkten in den vergangenen Tagen einem Test standgehalten habe, schrieb er mit Blick auf den Chartverlauf des deutschen Leitindex.

So hat sich zwar in diesem Jahr die alte Börsenregel "Sell in May and go away" bezahlt gemacht, doch gefreut haben dürften sich all jene, die dem zweiten Teil der Empfehlung "but remember to come back in September" nicht gefolgt sind. Bislang steht in dem zu Ende gehenden Monat nämlich ein Minus von rund sechs Prozent zu Buche.

Zu den wichtigsten Terminen in der neuen Woche zählt der am Freitag anstehende US-Arbeitsmarktbericht für September. Zuvor wird am Donnerstag der ISM-Index veröffentlicht, der die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe der USA widerspiegelt. Verschiedene Reden von Mitgliedern der US-Notenbank (Fed) stehen ebenfalls an.

Damit dreht sich wieder alles um die Frage, wann die Fed nun ihre Leitzinsen anheben wird. Nach der in diesem Monat ausgebliebenen Zinswende, wodurch weltweite Konjunktursorgen wieder Nahrung erhalten hatten, könnten die aktuellen Jobdaten aus den USA neue Anhaltspunkte für den ersten Zinsschritt der Fed seit rund einer Dekade bieten.

Debatte um US-Haushalt birgt Zündstoff

Wie ein Damoklesschwert schwebt auch wieder ein "Government Shutdown" über den Köpfen der Amerikaner, denn für das am 1. Oktober beginnende neue Haushaltsjahr liegt weder ein förmlicher Haushalt noch eine temporäre Auszahlungsermächtigung für die Regierung vor. Daher muss wieder einmal der Kongress eine zumindest vorübergehende Lösung finden. Sonst könnten womöglich - wie bereits 2013 - erneut hundertausende Beschäftigte im öffentlichen Dienst nach Hause geschickt werden, befürchtet Volkswirt Patrick Franke von der Helaba.

In Europa steht einerseits die Wahl in Katalonien am Sonntag im Blick, da durch sie die politischen Risiken im Euroraum wieder spürbar werden. Anderseits könnte auch Griechenland wieder Aufmerksamkeit auf sich ziehen, denn im Oktober werden die Finanzinspekteure aus Brüssel prüfen, ob die Sparauflagen des dritten Rettungspaketes eingehalten werden.

Das ist alles andere als eine entspannte Situation für den wiedergewählten Alexis Tsipras, zumal sich innerhalb der Syriza ein Bündnis gegen die Sparauflagen gebildet hat. "Das sind keine guten Voraussetzungen für die Umsetzung von Reformen", schreiben die Experten der HSH Nordbank und sehen inzwischen "die Hemmschwelle, Griechenland endgültig aus der Eurozone zu verabschieden, deutlich gesunken".

Zudem dürften unter den Konjunkturdaten der Eurozone die am Mittwoch anstehenden Inflationsraten im Euroraum richtungweisend sein. Ein Rückfall der Inflation unter die Null-Prozent-Marke könnte neue Fantasien über zusätzliche Anleihekäufe durch die Europäische Zentralbank entfachen. Diese Spekulationen waren bereits in der vergangenen Woche aufgeflammt und hatten zeitweise - zusammen mit Erwartungen über bald steigende Zinsen in den USA - den Euro unter Druck gebracht.

Infineon könnte von VW-Krise profitieren

Unternehmensseitig dagegen dürfte wegen der Abgas-Tricksereien von VW vorerst der Fokus weiter auf dem Autosektor bleiben. In diesem Zusammenhang könnte auch die Analystenkonferenz des Chipherstellers Infineon am Montag in London von Interesse sein, da sich alles um die Autosparte der Münchener dreht. Die Investmentbank Liberum etwa sieht Infineon langfristig als Profiteur. "Jetzt wird die Fokussierung auf eine Verringerung der Emissionen wahrscheinlich zunehmen und so die Nachfrage nach Halbleiterprodukten ankurbeln", erwartet Analyst Janardan Menon.

Der Chemiekonzern BASF könnte ab Montag mit seiner zweitägigen Investorenveranstaltung für Aufmerksamkeit sorgen. Hier wird laut Analyst Christian Faitz von Kepler Cheuvreux die entscheidende Frage sein, ob BASF sein Jahresziel eines stabilen operativen Ergebnisses halten kann. Der Pharmakonzern Merck will zudem zusammen mit dem US-Kooperationspartner Pfizer auf dem europäischen Krebskongress in Wien aktuelle Daten zum Krebsmittel Avelumab vorstellen.

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