Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen >

Regierungen weltweit werden gegen VW aktiv


Skandal um manipulierte Abgaswerte  

Regierungen weltweit werden gegen VW aktiv

26.09.2015, 19:31 Uhr | AFP, dpa, t-online.de

Regierungen weltweit werden gegen VW aktiv. Die Abgas-Affäre könnte auch strafrechtliche Folgen für VW haben. (Quelle: dpa)

Die Abgas-Affäre könnte auch strafrechtliche Folgen für VW haben. (Quelle: dpa)

Der Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Volkswagen sorgt weltweit für Aufregung. Angefangen bei den USA fordern viele Länder nun Aufklärung, ob Dieselautos von VW und Audi auch auf ihren Straßen mehr Schadstoffe in die Luft blasen als vom Hersteller angegeben. Die Affäre könnte auch strafrechtliche Folgen für den Konzern haben.

In den USA, wo die Affäre nach Ermittlungen der Umweltbehörde EPA ihren Anfang nahm, droht VW eine Strafzahlung von 18 Milliarden Dollar. Die EPA verweigerte dem Konzern am Freitag die Erlaubnis zum Verkauf seiner Diesel-Modelle im kommenden Jahr. Die Behörde will auch die Diesel-Modelle anderer Hersteller auf Manipulationen prüfen.

Es laufen außerdem strafrechtliche Ermittlungen des US-Justizministeriums gegen Volkswagen, auch die Umweltbehörde des Bundesstaats Kalifornien leitete eine Untersuchung ein. Darüber hinaus drohen VW eine Reihe Sammelklagen von Kunden.

Voruntersuchung in Braunschweig

In DEUTSCHLAND leitete die Staatsanwaltschaft Braunschweig am Mittwoch eine Voruntersuchung ein, bei der mehrere Anzeigen gegen Volkswagen geprüft werden.

Die Bundesregierung ordnete ihrerseits eine Untersuchung aller Diesel-Modelle von Volkswagen an und will später auch die Fahrzeuge anderer Hersteller überprüfen. Laut dem Verkehrsministerium sind auf deutschen Straßen 2,8 Millionen Fahrzeuge mit der Manipulationssoftware unterwegs.

Schweiz verbietet Verkauf

Die SCHWEIZ kündigte am Freitag an, den Verkauf von womöglich betroffenen Dieselfahrzeugen der Marken VW, Audi, Seat und Skoda bis auf weiteres zu verbieten.

In FRANKREICH kündigte Umweltministerin Ségolène Royal bereits am Dienstag eine eingehende Untersuchung an. Gegen Volkswagen laufen nun Ermittlungen wegen Betrugs. Zudem wollen die Behörden von kommender Woche an nach dem Zufallsprinzip hundert Autos aller Marken auf die Einhaltung der Abgaswerte überprüfen.

Großbritannien für europaweite Untersuchung

GROSSBRITANNIEN forderte von der EU die Einleitung einer europaweiten Untersuchung und rief zugleich die Automobilhersteller zur Überprüfung der Abgaswerte auf.

Die EU-KOMMISSION rief die Mitgliedstaaten am Donnerstag auf, "auf nationaler Ebene die nötigen Untersuchungen" einzuleiten und anschließend die Ergebnisse mitzuteilen.

Italien prüft auch Kraftfahrtbundesamt

In ITALIEN ordnete das Verkehrsministerium eine Untersuchung bei Volkswagen sowie bei dem für die Zulassung von Autos zuständigen Kraftfahrtbundesamt an.

Auch NORWEGEN geht dem Verdacht auf Betrug nach und prüft, ob die importierten VW-Fahrzeuge mit der fraglichen Software ausgerüstet waren.

Mexiko will VW-Fabriken überprüfen

In MEXIKO prüft die Regierung, ob Motoren mit der entsprechenden Software in der Fabrik von Puebla hergestellt werden, wo VW tausende Fahrzeuge für den US-Markt produziert.

SÜDKOREA will Mitte Oktober das Abgasniveau von drei VW-Modellen kontrollieren. Laut dem Umweltministerium sind rund 59.000 Fahrzeuge mit der Manipulationssoftware im Land unterwegs.

Auch INDIEN ordnete die Einleitung einer Untersuchung an und beauftragte die Vereinigung für Automobil-Forschung mit entsprechenden Tests. Das dicke Ende für Volkswagen - es könnte erst noch bevorstehen.

Ärger auch für Daimler

Derweil muss auch Daimler 11.000 Mercedes-Sprinter in Deutschland für eine Software-Aktualisierung in die Werkstatt zurückrufen. Bei diesen Fahrzeugen können die Prüfgeräte etwa von TÜV und Dekra für die Hauptuntersuchung nicht mit den Systemen der Fahrzeuge kommunizieren, wie ein Unternehmenssprecher berichtete.

Er bestätigte damit einen Bericht der "Welt am Sonntag". Bei 6000 Fahrzeugen sei die Software für die Datenübertragung bereits aktualisiert. Diese habe aber nichts mit einer Manipulation von Software oder von Abgaswerten zu tun, betonte der Sprecher.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
New Collection - Daisies & Stripes
bei TOM TAILOR
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal