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Audi und Skoda vom VW-Abgas-Skandal betroffen


Abgas-Skandal bei VW  

Weltweit 2,1 Millionen Audi- und 1,2 Millionen Skoda-Fahrzeuge betroffen

28.09.2015, 16:35 Uhr | dpa, dpa-AFX, rtr

Audi und Skoda vom VW-Abgas-Skandal betroffen. Skoda Rapid auf der IAA in Frankfurt: Auch die tschechische Konzerntochter hat jetzt Zahlen genannt, aber noch keine Details. (Quelle: imago/Geisler)

Skoda Rapid auf der IAA in Frankfurt: Auch die tschechische Konzerntochter hat jetzt Zahlen genannt, aber noch keine Details. (Quelle: imago/Geisler)

Jetzt hat der Abgas-Skandal auch die VW-Töchter Audi und Skoda erreicht. Wie ein Audi-Sprecher bestätigte, seien weltweit 2,1 Millionen Fahrzeuge der Marke Audi mit der fragwürdigen Manipulationssoftware ausgestattet worden. Ein Skoda-Sprecher sagte, 1,2 Millionen Fahrzeuge seien mit der kritisierten Software unterwegs.

Skoda konnte die Verbreitung noch nicht nach Regionen und Modellen aufschlüsseln. Daran werde gearbeitet, hieß es. Die Konzernmarke Seat bestätigte bisher lediglich, dass Motoren mit Manipulationssoftware verbaut worden waren.

Audi teilte dagegen bereits Details mit: In der Region Westeuropa gehe es um mehr als 1,4 Millionen Wagen, in Deutschland um 577.000. In den USA betreffe die Manipulation der Abgastechnik rund 13.000 Fahrzeuge. China sei überhaupt nicht betroffen.

Fast die gesamte Modellpalette dabei

Wie der Audi-Sprecher weiter ausführte, sei der fragliche Motor in den Varianten mit 1,6 und 2,0 Litern Hubraum als Turbodiesel in den Typen A1, A3, A4 und A6, dem Sportwagen TT sowie den Geländewagen Q3 und Q5 verbaut worden.

Es gehe dabei nur um Dieselmotoren, die die Abgasnorm EU 5 erfüllen. Aktuelle Motoren, die bereits die gültige Norm EU 6 einhalten, seien wie auch bei den anderen Volkswagen-Marken nicht betroffen. Der Motor, der bei VW die interne Bezeichnung EA 189 trägt, wurde in etlichen Marken des Konzerns verwendet, so auch bei Skoda.

Drei weitere Vorstände beurlaubt

VW hatte zugegeben, Abgaswerte in den USA mit einer verbotenen Software manipuliert zu haben. Weltweit sollen bis zu elf Millionen Fahrzeuge mit dieser Software ausgestattet sein.

Derweil sind Konzernkreisen zufolge drei weitere Vorstände beurlaubt worden. Die Entwicklungschefs der Marken Audi, VW Pkw und Porsche, Ulrich Hackenberg, Heinz-Jacob Neußer und Wolfgang Hatz seien von ihren Aufgaben entbunden worden, sagten mehrere Insider. Die Manager übernahmen damit die technische Verantwortung für die Abgas-Affäre.

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