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Abgas-Skandal: Neuer VW-Chef Müller sieht "größte Bewährungsprobe"


Abgas-Skandal bei VW  

Neuer VW-Chef: "Größte Bewährungsprobe" der Unternehmensgeschichte

29.09.2015, 12:36 Uhr | dpa-AFX

Abgas-Skandal: Neuer VW-Chef Müller sieht "größte Bewährungsprobe". Matthias Müller ist der neue Konzernchef bei Volkswagen. Er rechnet auch mit Rückschlägen bei der Aufklärung des Abgas-Skandals. (Quelle: dpa)

Matthias Müller ist der neue Konzernchef bei Volkswagen. Er rechnet auch mit Rückschlägen bei der Aufklärung des Abgas-Skandals. (Quelle: dpa)

Volkswagen steht vor einer schwierigen und langen Aufarbeitung des Abgas-Skandals. Der neue Konzernchef Matthias Müller versprach eine "schonungslose und konsequente Aufklärung". Dabei werde es nur Stück für Stück voran gehen, und es werde Rückschläge geben, sagte Müller vor Führungskräften des Konzerns.

VW stehe vor der "größten Bewährungsprobe" der Unternehmensgeschichte. Der Autokonzern hatte mit einer Software Abgaswerte von Diesel-Fahrzeugen in den USA manipuliert. Das gesamte Ausmaß des Skandals ist noch unklar. Weltweit sind elf Millionen Autos betroffen, davon 2,8 Millionen in Deutschland.

Müller sagte, die Software sei nur in einem Teil der elf Millionen Fahrzeuge aktiviert. "Wir rechnen deshalb damit, dass die Zahl der tatsächlich betroffenen Fahrzeuge letztlich geringer sein wird." VW werde in den nächsten Tagen die betroffenen Kunden informieren, dass das Abgasverhalten ihres Fahrzeugs in Kürze nachgebessert werden müsse.

Ermittlungen gegen Winterkorn

Müller ist Nachfolger von Martin Winterkorn, der im Zuge des Skandals seinen Posten räumen musste. Nach mehreren Strafanzeigen leitete die Braunschweiger Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren gegen Winterkorn ein. Der Fokus liege auf dem Vorwurf des Betrugs durch den Verkauf von Autos mit manipulierten Abgaswerten.

VW-Markenchef Herbert Diess muss am Dienstag EU-Industriekommissarin Elzbieta Bienkowska über den Abgas-Skandal Rede und Antwort stehen. Die EU-Kommission hatte die vollständige Aufklärung des Skandals von den nationalen Behörden verlangt.

Am Mittwoch dann steht erneut ein Krisentreffen des Aufsichtsrats-Präsidiums an. Zu diesem innersten VW-Machtzirkel zählen Aufsichtsratschef Berthold Huber, Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), Betriebsratschef Bernd Osterloh und Aufsichtsrat Wolfgang Porsche.

Entscheidung für Manipulation vor zehn Jahren

Dem Präsidium soll bei dem Treffen nach internen Ermittlungen ein erster Zwischenbericht vorgelegt werden. Demnach fiel die Entscheidung zum Einbau der Manipulations-Software in Diesel-Fahrzeugen bereits in den Jahren 2005 und 2006, und zwar in der Motorenentwicklung in der VW-Zentrale in Wolfsburg.

Damals wollte VW angesichts von Problemen auf dem US-Markt mit Dieselfahrzeugen punkten. Die Vorgabe sei gewesen, die Autos trotz der schärferen Abgaswerte kostendeckend anzubieten, hieß es in den Konzernkreisen. Die Einhaltung der Grenzwerte, zumindest auf dem Prüfstand, sei aber nur mit Hilfe der Manipulations-Software möglich gewesen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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