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EZB-Geldschwemme wirkt bislang nicht - Draghi gerät unter Druck


Draghi unter Druck  

Die Geldschwemme der EZB will immer noch nicht wirken

01.10.2015, 12:51 Uhr | rtr, dpa

EZB-Geldschwemme wirkt bislang nicht - Draghi gerät unter Druck. Mario Draghi gerät unter Druck, das Anleihen-Aufkaufprogramm noch auszuweiten. (Quelle: Reuters)

Mario Draghi gerät unter Druck, das Anleihen-Aufkaufprogramm noch auszuweiten. (Quelle: Reuters)

Seit Monaten versucht die Europäische Zentralbank (EZB) mit einer Geldschwemme die Konjunktur und die zu niedrige Inflation anzukurbeln. Doch die Wirkung wird bislang verfehlt. Nun steigt der Druck auf die Währungshüter, das Anleihen-Ankaufprogramm noch auszuweiten.

Fallende Energiepreise drücken weiterhin stark auf die Teuerung im Euroraum. Trotz milliardenschwerer Wertpapierkäufe rückt das Inflationsziel der EZB damit in weite Ferne. Gerade teilte das Statistikamt Eurostat mit, dass die Verbraucherpreise im Euroraum im September erstmals seit einem halben Jahr wieder in den negativen Bereich gefallen sind. Die jährliche Inflationsrate betrug minus 0,1 Prozent. Im Vormonat waren die Verbraucherpreise leicht um 0,1 Prozent gestiegen.

Noch größere Geldschwemme?

Insgesamt entfernt sich die Teuerung damit noch weiter von der Zielmarke der EZB. Sie strebt eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an, da sie auf diesem Niveau von stabilen Preisen ausgeht.

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Die Daten üben neuerlichen Druck auf die EZB aus. Die Notenbanker um ihren Chef Mario Draghi sollen die Geldschleusen im Kampf gegen die schwache Inflation im Währungsraum noch weiter öffnen, fordern manche Experten. "Die Forderungen nach einer Aufstockung des Kaufprogramms von Wertpapieren durch die Notenbank werden wegen der stagnierenden Verbraucherpreise erwartungsgemäß lauter", sagte Dirk Gojny von der National-Bank.

Die EZB kauft seit März Anleihen in großen Stil und will bis Herbst 2016 Bonds im Wert von 1,14 Billionen Euro in ihre Bücher nehmen. Vor rund einer Woche hatte Draghi erklärt, trotz wachsender Risiken für die Weltwirtschaft die Geldspritzen vorerst nicht auszuweiten.

Ratingagentur glaubt an Ausweitung des Volumens

Die Ratingagentur S&P hält jedoch eine drastische Ausweitung des Aufkaufprogramms für denkbar. "Wir wären nicht überrascht, wenn die Notenbank schon Anfang Dezember bekanntgeben würde, dass sie ihr Programm über 2016 hinaus bis Mitte 2018 verlängern und auf ein Volumen von bis zu 2,4 Billionen Euro ausdehnen wird", äußerte der für Europa zuständige S&P-Chefvolkswirt Jean-Michel Six in einem Bericht.

Die EZB könne sich angesichts der weltweit niedrigen Inflationsraten, der allgemeinen Wirtschafts-Schwäche und dem Konjunkturabschwung in China zum Handeln gezwungen sehen. So gehe S&P nun für 2016 nur noch von einem Wirtschaftswachstum in China von 4,4 (bislang: 6,3 Prozent) und für 2017 von 3,9 (6,1) Prozent aus.

Ölpreise tendenziell weiter fallend

Einige Experten sehen es zudem als besonders kritisch an, dass die erwartete Inflation so stark von der Ölpreis-Entwicklung beeinflusst wird. Befürchtet wird, dass Verbraucher in Erwartung fallender Preise Käufe aufschieben oder Unternehmen Investitionen zurückstellen. Diese sogenannten fallenden Inflationserwartungen könnten dann die tatsächliche Inflation weiter drücken. Im schlimmsten Fall ist mit einer Deflation zu rechnen.

Nach wie vor schwächen die im Jahresvergleich stark gefallenen Ölpreise die Teuerung in der Eurozone. Die Energiepreise lagen im September 8,9 Prozent tiefer als vor einem Jahr. Einige Bankvolkswirte wiesen darauf hin, dass der Preisverfall auch auf andere Güter übergreifen könnte. Der zuletzt weiter gefallene Ölpreis bremse mit zeitlicher Verzögerung den Preisanstieg außerhalb des Energiesektors, kommentierte etwa Commerzbank-Ökonom Christoph Weil.

Der Euro hat am Donnerstag an die Kursverluste vom Vortag angeknüpft und ist weiter gesunken. Am Morgen stand die Gemeinschaftswährung bei 1,1143 US-Dollar und damit etwas tiefer als am Vorabend. In den vergangenen 24 Stunden fiel der Euro insgesamt um mehr als einen Cent.

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