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Abgas-Skandal: Schweiz verhängt Zulassungsverbot von VW-Dieselautos


VW-Abgas-Skandal  

Diesel: Schweiz verhängt Zulassungsverbot

02.10.2015, 16:39 Uhr | rtr, AFP

Abgas-Skandal: Schweiz verhängt Zulassungsverbot von VW-Dieselautos . VW-Autos sind ein Exportschlager - wie lange noch? (Quelle: imago images)

VW-Autos sind ein Exportschlager - wie lange noch? (Quelle: imago images)

Das ganze Ausmaß des Abgas-Skandals bei Volkswagen ist noch nicht abzusehen. Nach den ersten Klagen von Aktionären reagieren nun auch die zuständigen Stellen in den Importländern. Die französische Justiz hat Ermittlungen gegen den Wolfsburger Autobauer eingeleitet. Und die Schweiz verhängt ein Zulassungsverbot.

Die Pariser Staatsanwaltschaft ermittelt wegen mutmaßlichen schweren Betrugs, wie aus Pariser Justizkreisen verlautete. Die Schweiz verweigert vorläufig die Zulassung von VW-Dieselautos. Eine entsprechende Weisung des Bundesamts für Straßen (Astra) gelte ab Montag für Diesel-Wagen, die erstmals in der Schweiz zugelassen werden sollen, teilte die Behörde mit.

Damit soll verhindert werden, dass von den Abgasmanipulationen betroffene Neu- und Gebrauchtwagen des VW-Konzerns auf die Schweizer Straßen kommen.

BMW-Chef sieht Standort Deutschland nicht gefährdet

Die VW-Konkurrenz versucht unterdessen, einen Generalverdacht gegen deutsche Automobilbauer erst gar nicht aufkommen zu lassen.

Der Chef des Autobauers BMW, Harald Krüger, sieht den Standort Deutschland trotz des VW-Skandals nicht gefährdet. "Es gibt keinen Grund, den Technologiestandort Deutschland und seine Schlüsselindustrie insgesamt in Frage zu stellen", sagte der Konzernchef der "Süddeutschen Zeitung". "Ein Generalverdacht ist fehl am Platz." Indes müssten die Autobauer nun "täglich am Vertrauen" der Kunden arbeiten, sagte Krüger. Dies sei "kein Selbstläufer".

Bürger glauben an mehr Manipulationen

Eine große Mehrheit der Bürger glaubt, dass es Abgas-Manipulationen nicht nur bei VW, sondern weltweit in der gesamten Automobilbranche gegeben hat. Im aktuellen ARD-Deutschlandtrend gaben dies 81 Prozent der Befragten an. Nur 13 Prozent der vom Institut Infratest dimap Befragten glauben hingegen, dass die Manipulation von Abgaswerten auf den Volkswagen-Konzern (4 Prozent) beziehungsweise auch auf andere deutsche Hersteller (9 Prozent) begrenzt ist.

Eine Mehrheit von 65 Prozent der Befragten gab zugleich an, auch nach dem Skandal das Vertrauen in die deutsche Automobilindustrie nicht verloren zu haben. Der gegenteiligen Meinung waren 31 Prozent. 38 Prozent der Befragten befürchten, dass der Skandal der deutschen Wirtschaft langfristig schaden wird. 57 Prozent glauben dies nicht.

VW steckt derzeit in der wohl tiefsten Krise seiner Geschichte. Volkswagen hatte vor einigen Tagen einräumen müssen, Millionen Diesel-Fahrzeuge mit einer Software ausgestattet zu haben, die Abgaswerte manipulieren kann. Den Stein ins Rollen gebracht hatte die Veröffentlichung von Testergebnissen durch Wissenschaftler an US-amerikanischen Universitäten, die VW-Dieselfahrzeuge getestet hatten.

Weltweit sind nach Konzernangaben rund elf Millionen Fahrzeuge betroffen, davon rund 2,8 Millionen auch in Deutschland. Andere Hersteller sind nach bisherigem Stand nicht betroffen.

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