Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > News > Eigene >

20 Milliarden Euro Minus pro Jahr: Athen bläst zur Jagd auf Steuersünder


20 Milliarden Minus pro Jahr  

Jetzt bläst Athen zur Jagd auf Steuersünder

10.10.2015, 08:53 Uhr

20 Milliarden Euro Minus pro Jahr: Athen bläst zur Jagd auf Steuersünder. Wenn die Nacht am tiefsten ist... mit Griechenland könnte es bald wieder bergauf gehen. (Quelle: Reuters)

Wenn die Nacht am tiefsten ist... mit Griechenland könnte es bald wieder bergauf gehen. (Quelle: Reuters)

Morgenluft in Griechenland: Nach jahrelangem Stillstand macht sich das Athener Finanzministerium auf die Jagd nach Steuersündern - und damit nach 20 Milliarden Euro, die dem Staat jedes Jahr entgehen. Auch in Brüssel herrscht Optimismus: Ab Mitte 2016 könne Griechenland wieder wachsen.

Durch Steuerhinterziehung und Schmuggel verliert der griechische Staat jährlich bis zu 20 Milliarden Euro. Das gab der griechische Vize-Finanzminister Trifon Alexiadis in Athen bekannt. Die Behörde zur Verfolgung von Wirtschaftsverbrechen (SDOE) ermittelt seinen Angaben zufolge derzeit in 38.000 Fällen, in die 1,3 Millionen Einzelpersonen und Unternehmen verwickelt sein sollen.

2000 Verdächtige allein bei HSBC

Um weiteren Steuersündern auf die Spur zu kommen, überprüfen die griechischen Behörden derzeit auch die Bankgeschäfte von Griechen mit Grundbesitz in London und in den Niederlanden registrierten Jachten, wie Alexiadis mitteilte. Außerdem will die Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras demnach eine Verjährungsfrist zur Überprüfung der sogenannten Lagarde-Liste mutmaßlicher Steuersünder um ein weiteres Jahr verlängern.

Auf der Liste stehen die Namen von mehr als 2000 Griechen mit zweifelhaften Konten bei der Schweizer Bank HSBC. Die damalige französische Finanzministerin und heutige Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, hatte die Liste 2010 ihrem griechischen Kollegen Giorgos Papakonstantinou zukommen lassen.

Farce um verlorene Liste mit Steuersündern

Die Daten stammten von dem früheren HSBC-Angestellten Hervé Falciani, der sie gestohlen und den französischen Steuerbehörden übergeben hatte. Papakonstantinou und sein Nachfolger Evangelos Venizelos lehnten eine Verwendung der Liste daher lange ab.

Unter öffentlichem Druck lenkte Athen 2012 schließlich ein, konnte die Liste jedoch zunächst nicht mehr finden. Frankreich schickte sie daraufhin erneut nach Athen. Bei einem Abgleich mit der inzwischen wieder aufgetauchten ersten Liste kam heraus, dass auf dieser ausgerechnet die Namen von Papakonstantinous Verwandten fehlten. Im März wurde er deshalb zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt. Nach Angaben von Vize-Finanzminister Alexiadis wurden bislang nur 136 der mehr als 2000 Fälle von der Lagarde-Liste abschließend überprüft.

EU-Kommission: Wirtschaftsleistung zieht wieder an

Insgesamt scheint Griechenland jedoch auf einem guten Weg zu sein: Seine Wirtschaft kann nach Einschätzung der EU-Kommission ab Mitte kommenden Jahres wieder wachsen. Zwar werde es im Gesamtjahr noch eine milde Rezession geben, aber auf Quartalsbasis könne die Wirtschaftsleistung bereits in der zweiten Jahreshälfte wieder anziehen, sagte der Vizepräsident der EU-Kommission, Valdis Dombrovskis.

Positive Überraschungen seien möglich, da die griechische Wirtschaft derzeit unter ihren Möglichkeiten bleibe. Basis sei, dass die Regierung alle Anstrengungen unternehme, um Finanzstabilität wiederzuerlangen.

Fürs laufende Jahr rechnet Dombrovskis mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts zwischen 2,0 und 2,5 Prozent. Griechenlands Finanzminister Euclid Tsakalotos sagte bereits, er gehe von einem besseren Abschneiden 2015 aus.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Palazzo-Trend: farbenfroh, an- gesagt & locker geschnitten
zu den Palazzo-Hosen bei C&A
Anzeige
Mieten statt kaufen: „Technik-Trends, die du brauchst“
OTTO NOW entdecken
Gerry Weberbonprix.deOTTOCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe