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"Flüchtlings-Anleihe": UNO und Weltbank stocken Mittel auf


Flüchtlingskrise  

UNO und Weltbank planen "Flüchtlings-Anleihe"

11.10.2015, 15:30 Uhr | rtr, AFP, dpa

"Flüchtlings-Anleihe": UNO und Weltbank stocken Mittel auf. Die UNO und die Weltbank brauchen mehr Geld, um Kosten der Flüchtlingskrise zu decken.  (Quelle: dpa)

Die UNO und die Weltbank brauchen mehr Geld, um Kosten der Flüchtlingskrise zu decken. (Quelle: dpa)

Die Vereinten Nationen, die Weltbank und die Islamische Weltbank wollen ihre Mittel in der Flüchtlingskrise aufstocken. Dazu sollen Anleihen ausgegeben werden. Mit dem eingesammelten Geld sollen dann Staaten des Maghreb und des Nahen Ostens mehr Geld für Flüchtlingshilfe und Wiederaufbau erhalten.

Die drei internationalen Organisationen am Rande der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds in Lima (Peru) ihren Vorschlag vor. Bis Februar sollen alle Details geklärt werden. Ihre Initiative sieht zum einen vor, Geberländer um Garantien für die Ausgabe von Bonds für bestimmte Projekte zu bitten - wie für die direkte Flüchtlingshilfe oder den Wiederaufbau.

Zum anderen würden von den Gebern Zuschüsse ersucht, um die Leitzinsen der Länder zu senken, die die Hauptlast der Flüchtlingskrise tragen.

Geld auch für Wiederaufbau Syriens

"Wir müssen jetzt beginnen, in eine neue Zukunft für den Mittleren Osten und in Nordafrika zu investieren", sagte Weltbank-Präsident Jim Yong Kim. Die Staatengemeinschaft sei dringend gefordert. Auch Deutschland und Europa planen zusätzliche Finanzhilfen, um vor Ort - etwa in den Flüchtlingslagern in Jordanien, Libanon und der Türkei - die Lage zu verbessern und den Flüchtlingsstrom nach Europa so einzudämmen.

Millionen Menschen auf der Flucht

Weltbank-Präsident Jim Yong Kim sagte, mehr als 15 Millionen Menschen hätten ihr Zuhause verlassen und zu einem massiven Flüchtlingsaufkommen beispielsweise in Jordanien und dem Libanon geführt. Er betonte: "Allein in Syrien werden die Kosten durch die Zerstörungen des Krieges auf 170 Milliarden Dollar geschätzt".

Über 15 Millionen Menschen in der Region hätten ihre Häuser verlassen. "Es ist die größte Vetriebenenkrise seit dem Zweiten Weltkrieg". Die internationale Gemeinschaft sei gefordert, eine dauerhafte Destabilisierung zu vermeiden. "Ein Weiter so wie bisher ist nicht länger eine Option."

UN-Chef kritisiert Russland

Auch UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon appellierte an die Staatengemeinschaft. "Die Zahl der Flüchtlinge ist auf über vier Millionen Menschen gestiegen", sagte Ban Ki-Moon. Zehn Millionen Menschen benötigten dringend humanitäre Hilfe in Syrien und den angrenzenden Staaten: "Das ist eine schreckliche Situation."

Ban forderte einen neuen Anlauf für einen umfassenden politischen Dialog, auch um den Druck auf Jordanien und Libanon durch immer weiter in die Länder strömende Flüchtlinge zu mindern. Die Luftschläge der internationalen Koalition hätten keinen großen Fortschritt gebracht. Und die russischen Luftschläge hätten "noch einmal viele weitere ernsthafte Probleme verursacht".

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