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VW-Skandal: Skoda-Chef Vahland verlässt den Konzern

Hoffnungsträger geht  

Wichtiger Topmanager verlässt überraschend den VW-Konzern

14.10.2015, 19:49 Uhr | rtr, dpa, t-online.de

VW-Skandal: Skoda-Chef Vahland verlässt den Konzern. Der amtierende Skoda-Chef Winfried Vahland war als führender Top-Manager für das Nordamerika-Geschäft von VW vorgesehen. (Quelle: Reuters)

Der amtierende Skoda-Chef Winfried Vahland war als führender Top-Manager für das Nordamerika-Geschäft von VW vorgesehen. (Quelle: Reuters)

Winfried Vahland sollte eigentlich das Skandal-geschwächte Amerika-Geschäft von Volkswagen wieder ordentlich in Schwung bringen. Doch nun verlässt der wichtige Hoffnungsträger völlig überraschend den Konzern.

Der bisherige Chef der VW-Tochter Skoda habe sich entschieden, den Wolfsburger Autobauer zu verlassen, sagte eine Person aus seinem Umfeld der Zeitung "Auto-Bild". Grund seien unterschiedliche Auffassungen über die Strategie in den USA.

Die VW-Aktie zeigte sich an der Börse gegen das schwächere Dax-Umfeld zunächst gefestigt. Am Nachmittag rutschte sie jedoch nach Gerüchten über einen Absatzeinbruch bei der Konzerntochter Seat ins Minus.

Vahland sollte wichtiges Amerika-Geschäft leiten

Im September war Vahland als neuer Chef für die neu geschaffene Region Nordamerika mit den Märkten USA, Mexiko und Kanada gekürt worden. Ein VW-Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren.

Der Topmanager war zeitweise auch als Kandidat für die Nachfolge von VW-Chef Martin Winterkorn gehandelt worden, die Wahl war dann aber auf Porsche-Chef Matthias Müller gefallen.

Vahland arbeitete 25 Jahre lang für Volkswagen, besonders erfolgreich war er als Chef des wichtigen China-Geschäfts und zuletzt bei Skoda. 

Skandal um manipulierte Diesel-Motoren weitet sich aus

Derweil zieht der Abgas-Skandal immer größere Kreise. Nach Informationen des "Spiegel" wurden die Manipulationen nicht von einer "kleinen Gruppe" organisiert, wie der Konzern bislang behauptet. Beteiligt waren offenbar mindestens 30 Manager. Sie sollen beurlaubt werden. 

Der VW-Konzern hat den "Spiegel"-Bericht zurückgewiesen. "Die Zahl entbehrt jeglicher Grundlage", sagte ein Konzernsprecher.

Laut Magazin könnte sich der Kreis der Mitwisser und Mittäter noch ausweiten. Das sagte ein mit der Aufklärung Betrauter. Der Dieselmotor EA 189 sei im Lauf seiner Einsatzzeit von 2008 bis heute mehrfach darauf geprüft worden, ob er geänderte Abgasnormen in verschiedenen Märkten erfüllt. Dass dieser Motor die Vorschriften ohne die teure Abgasreinigung erreicht, die sonst bei Diesel-Antrieben üblich ist, hätte "jeden Motorenentwickler misstrauisch machen müssen", sagte ein VW-Manager.

Die US-Umweltbehörde EPA hatte Mitte September öffentlich gemacht, dass Volkswagen Diesel-Emissionswerte durch eine Software in der Motorensteuerung manipuliert hat. Deshalb muss der Wolfsburger Konzern im Abgas-Skandal mit hohen Strafzahlungen und Schadensersatzforderungen rechnen.

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