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Aktien-Rally fortgesetzt - Beste Dax-Woche seit 2011


Börse  

Aktien-Rally fortgesetzt - Beste Dax-Woche seit 2011

23.10.2015, 18:12 Uhr | dpa-AFX

Die Aussicht auf massenhaft Notenbankgeld hat den deutschen Aktienmarkt am Freitag erneut befeuert und dem Dax die beste Börsenwoche seit mehr als viereinhalb Jahren beschert. Zusätzlich zum tags zuvor ausgesandten Signal der Europäischen Zentralbank, die geldpolitischen Zügel im Dezember womöglich weiter zu lockern, lieferte nun Chinas Notenbank neuen Treibstoff. Wegen der dortigen Konjunktursorgen wurden die Leitzinsen gesenkt.

Das deutsche Börsenbarometer schnellte letztlich um 2,9 Prozent auf 10.794,54 Punkte nach oben und erzielte einen Wochengewinn von 6,8 Prozent. Ein noch kräftigeres Plus hatte es im Dax zuletzt im Februar 2011 gegeben. Der Index der mittelgroßen Werte MDax rückte am Freitag um 2,6 Prozent auf 20.918,18 Zähler vor und der Technologiewerte-Index TecDax stieg um zwei Prozent auf 1820,52 Punkte.

Die Aktivitäten der Notenbanken setzten zudem den Kurs des Euro unter Druck, der seit Donnerstagmittag rund drei Cent auf gut 1,10 US-Dollar einbüßte. Ein schwächerer Euro verleiht den Aktien hierzulande zusätzlichen Rückenwind, da er heimischen Firmen den Export erleichtern kann.

AUTOAKTIEN PROFITIEREN VON EURO-SCHWÄCHE

Unter den Einzelwerten zählten die Autoaktien angesichts des schwächeren Euro zu den größten Gewinnern im Dax. Die Papiere von Volkswagen , BMW und Daimler verteuerten sich jeweils um mehr als drei Prozent. Im MDax zogen die Aktien des Flugzeugbauers Airbus ebenfalls angetrieben vom schwachen Euro um knapp fünf Prozent an.

Die Aktien von HeidelbergCement stiegen ebenfalls um knapp fünf Prozent. Der Zementhersteller muss sich für die geplante Übernahme des Wettbewerbers Italcementi weniger Geld leihen als ursprünglich gedacht.

NUR K+S-AKTIE VERBUCHT IM DAX VERLUSTE

Einziger Verlierer im deutschen Leitindex waren mit einem Minus von etwas weniger als 2 Prozent die Anteilsscheine des Dünger- und Salzproduzenten K+S . Einem Händler zufolge drückte die Sorge um schwächelnde Preise für Kalidünger auf die Stimmung. Die großen Verbraucher in China und Indien drängten wohl auf Preisabschläge.

Die Börsen legten auch europaweit und in den USA weiter zu: Der Leitindex der Eurozone EuroStoxx 50 stieg um 2,2 Prozent auf 3425 Punkte. Ähnlich kräftig stieg der Pariser Leitindex. Die Gewinne an der Londoner Börse beliefen sich auf rund ein Prozent und in den USA stieg der Leitindex Dow Jones Industrial zum europäischen Börsenschluss um 0,4 Prozent. Die Nasdaq-Indizes dagegen legten um die 2 Prozent zu.

Am deutschen Rentenmarkt sank die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,43 Prozent auf 0,37 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,33 Prozent auf 140,18 Punkte. Der Bund-Future fiel um 0,1 Prozent auf 157,43 Punkte. Der Kurs des Euro rutschte weiter ab. Am Abend wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1016 Dollar gehandelt. Die EZB hatte den Referenzkurs auf 1,1084 (Donnerstag: 1,1313) Dollar festgesetzt. Gold notierte bei 1163 Dollar.

Weitere Börsenberichte finden Sie hier.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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