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VW-Diesel bei Deutschen weiter hoch im Kurs - trotz Abgas-Skandal


Abgas-Skandal schreckt nicht vom Kauf ab  

Deutsche bestellen jetzt sogar öfter einen VW-Diesel

27.10.2015, 14:29 Uhr | dpa

VW-Diesel bei Deutschen weiter hoch im Kurs - trotz Abgas-Skandal . VW-Fahrzeuge finden bei den Deutschen weiter großen Absatz. (Quelle: dpa)

VW-Fahrzeuge finden bei den Deutschen weiter großen Absatz. (Quelle: dpa)

Diesel-Autos von VW stehen bei den Deutschen anscheinend weiter hoch im Kurs - trotz des Abgas-Skandals. Seitdem die Manipulationen vor rund einem Monat bekannt geworden sind, soll die Zahl der Bestellungen hierzulande sogar steigen. Das verlautete aus Kreisen des Konzernvertriebs.

Insgesamt spüre der VW-Konzern beim Bestelleingang in Europa noch keine Auswirkungen des Skandals. Jedoch sei das Bild europaweit uneinheitlich, so die Kreise weiter. 

Briten hingegen strafen VW ab

So seien die Diesel-Bestellungen in Großbritannien abgesackt, was VW als direkte Folge der Affäre wertet.

Unter dem Strich schlage der Skandal aber bislang nicht aufs Geschäft durch. Bisher war das nur für die Kennziffer Absatz bekannt - also für die Kette hinter den Bestellungen.

Hierzulande vergehen zumindest bei den privaten Autokäufen Wochen oder Monate zwischen dem Bestellen per Auftragseingang und dem Ausliefern, also dem eigentlichen Absatz.

Konzernspitze: Absatz stabil 

Vergangene Woche hatten Konzernchef Matthias Müller, VW-Aufsichtsrat Stephan Weil (SPD) und Konzernbetriebsrat Bernd Osterloh nach einem Besuch im VW-Werk in Wolfsburg von einem stabilen Absatz berichtet.

Zum Frühindikator der Order in den Auftragsbüchern sagten sie aber damals nichts. Am Trend der Verkäufe hängt bei den Wolfsburgern die Produktion - und damit stehen und fallen schließlich Arbeitsplätze.

VW muss für Nachbesserung ordentlich blechen

Teuer wird die Aufarbeitung für VW aber in jedem Fall, nicht zuletzt wegen der umfangreichen Nacharbeiten an den betroffenen Fahrzeugen.

Der Konzern hatte Mitte Oktober erklärt, "mit Hochdruck" an den technischen Lösungen zu arbeiten. Ab Januar 2016 soll laut Plan mit den Nachbesserungen begonnen werden. 

Bei den betroffenen Dieseln mit 1,6 Liter Hubraum ist absehbar, dass neben den Anpassungen der Software auch neue Bauteile hermüssen. Daher beginnt ihr Rückruf frühestens im Herbst 2016.

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