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China präsentiert eigenen Jetliner - Angriff auf Airbus und Boeing


Eigenen Jetliner präsentiert  

China greift Airbus und Boeing an

02.11.2015, 14:58 Uhr | AP, t-online.de

China präsentiert eigenen Jetliner - Angriff auf Airbus und Boeing. Mit dem C919-Jet will China Profite sichern, die bislang an ausländische Gesellschaften geflossen sind.  (Quelle: Reuters)

Mit dem C919-Jet will China Profite sichern, die bislang an ausländische Gesellschaften geflossen sind. (Quelle: Reuters)

Die Flugzeugbauer Boeing und Airbus bekommen Konkurrenz aus Fernost. In Shanghai hat China seinen ersten zivilen Jetliner präsentiert. Das Düsenverkehrsflugzeug wurde auf Geheiß der Regierung in Peking gebaut.

Rund 4000 Beamte und andere Gäste waren bei der Präsentation der zweimotorigen Maschine vom Typ C919 an einem Hangar am Internationalen Flughafen von Pudong anwesend. 

Die Ähnlichkeit der C919 zum Airbus A320 ist verblüffend. Der erste Testflug des 39 Meter langen Flugzeugs findet voraussichtlich erst im kommenden Jahr statt. In drei Jahren soll der Jet dann in Serie gehen und einmal bis zu 168 Passagieren Platz bieten. 

Viele Komponenten aus dem Ausland

Auch wenn das Flugzeug von der staatlichen Commercial Aircraft Corporation of China (Comac) entwickelt und zusammengebaut wurde, spielen ausländische Firmen doch eine Schlüsselrolle für die Produktion. So stammen die Motoren von CFM International. Der französische Hersteller baut auch die Triebwerke für den Airbus.

Die Abmessungen der C919 sind sehr ähnlich zu dem Airbus A320, was womöglich den vielen europäischen Bauteilen geschuldet ist. Fahrwerk und Lüftungssysteme wurden etwa vom deutschen Hersteller Liebherr Aerospace geliefert. 

Erste Aufträge eingegangen

Für die Volksrepublik steht das Flugzeug für jahrelange Anstrengungen, die Abhängigkeit des Landes vom europäischen Flugzeugbauer Airbus und dessen US-Konkurrenten Boeing zu verringern - und diesen gar noch Konkurrenz zu machen. So will die kommunistische Regierungspartei Profite einfangen, die bisher an die ausländischen Gesellschaften geflossen sind.

Commercial Aircraft meldete, von 21 Kunden seien bereits Aufträge für 517 Maschinen eingegangen. Interessiert seien vor allem Firmen im Inland. Außerhalb von China habe das Flugzeug dagegen wenig Chancen, ein Verkaufsschlager zu werden, zitierte das unabhängige Online-Magazin "ChinaOutlook" einen Luftfahrtexperten.

Große Träume, kaum Erfolge

China träumt seit den 70er Jahren davon, sein erstes eigenes ziviles Flugzeug zu bauen. Das Vorhaben wurde damals von Jiang Qing unterstützt, der Ehefrau von Mao Tse-tung. Aber das entwickelte Modell Y-10 war letztlich zu schwer. Nur drei Exemplare davon wurden gebaut.

Comac hat bereits einen kleineren Regionaljet namens ARJ entwickelt. Das Projekt hinkt seinem Zeitplan jedoch um Jahre hinterher. Das Flugzeug mit bis zu 90 Sitzplätzen befindet sich immer noch im Testbetrieb. Ihm fehlt auch noch die Zulassung der US-Behörden, so dass es bisher noch nicht im Luftraum der USA fliegen darf.

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