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Dudenhöffer über Abgas-Skandal: "Für Müller könnte es eng werden"


Abgas-Skandal  

Auto-Experte Dudenhöffer: "Für Konzern-Chef Müller könnte es eng werden"

03.11.2015, 16:16 Uhr | Stefan-Kai Obst, t-online.de

Dudenhöffer über Abgas-Skandal: "Für Müller könnte es eng werden". Automobil-Experte Ferdinand Dudenhöffer: "Können nur hoffen, dass der Super-Gau nicht eintritt."  (Quelle: dpa)

Automobil-Experte Ferdinand Dudenhöffer: "Können nur hoffen, dass der Super-Gau nicht eintritt." (Quelle: dpa)

Die jüngsten Vorwürfe der US-Umweltbehörde EPA gegen VW könnten den neuen Konzern-Chef Matthias Müller schwer in die Bredouille bringen. Das glaubt Automobil-Experte Ferdinand Dudenhöffer: "Würden die Anschuldigungen bestätigt werden, könnte es auch eng für Müller werden", sagte er t-online.de.

Grund ist, dass sich die jüngsten Anschuldigungen der EPA auch auf Sechszylinder-Diesel-Motoren mit drei Litern Hubraum richten. Erstmals geht es im Abgas-Skandal neben Audi und VW-Modellen auch um die VW-Tochter Porsche

So entwickelt Porsche selbst nur Benzinmotoren und greift für Diesel auf die Vorarbeit von Audi und VW zurück. Im Kern bleiben die Selbstzünder-Antriebe dabei markenübergreifend identisch.

Aufarbeitung des Betrugsskandals erschwert

Müller war von Oktober 2010 bis September 2015 Vorstandsvorsitzender von Porsche. Nach dem Rücktritt des früheren VW-Chefs Martin Winterkorn im Zuge des Abgasskandals wurde der 62-jährige Müller im September 2015 neuer VW-Chef. Dort galt er bis zuletzt als Hoffnungsträger, der den Konzern aus der Krise führen sollte.

Doch Müllers Image als Mann mit weißer Weste könnte Dudenhöffer zufolge nun Schaden nehmen. "Die von der EPA jetzt vorgebrachten Manipulationsvorwürfe betreffen unter anderem Porsche-Cayenne-Fahrzeuge des Modelljahres 2015. Also zu der Zeit, als Müller die Verantwortung für Porsche und damit auch die Porsche-Fahrzeug-Exporte nach USA hatte. Für Müller und den VW-Konzern wäre es damit sehr schwer, gegenüber den US-Justizbehörden die Aufarbeitung des Betrugsskandals glaubhaft voranzubringen", so Dudenhöffer. 

"Können nur hoffen, dass dies nicht eintritt"

Doch der Experte geht noch weiter und befürchtet, dass sich die Abgasaffäre zu einer unkontrollierbaren Krise ausweiten könnte. "Sollten sich die EPA-Vorwürfe bestätigen, hat man im VW-Konzern und auch bei den Marken Audi und Porsche den Super-Gau. Wir alle können nur hoffen, dass dies nicht eintritt."

Falls dem doch so wäre, müsste der Konzern seine gerade erst neu geordnete Führungsriege laut Dudenhöffer noch einmal komplett umkrempeln: "Sollte sich der EPA-Vorwurf bewahrheiten, kann man VW nur durch einen völligen Neuanfang mit neuen Managern und Aufsichtsratsvorsitzenden von außen in die Zukunft führen."

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