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VW-Skandal: EU setzt Volkswagen Frist in CO2-Affäre


Politischer Druck auf Volkswagen  

EU-Kommission setzt VW im CO2-Skandal eine Frist

10.11.2015, 11:09 Uhr | rtr, dpa, t-online.de

VW-Skandal: EU setzt Volkswagen Frist in CO2-Affäre. Greenpeace-Aktivisten steigen VW in Sachen CO2-Skandal aufs Dach. (Quelle: Reuters)

Greenpeace-Aktivisten steigen VW in Sachen CO2-Skandal aufs Dach. (Quelle: Reuters)

Der politische Druck auf Volkswagen wächst: Die Europäische Kommission setzt dem Konzern einem Medienbericht zufolge eine Frist, Einzelheiten im CO2-Skandal zu nennen.

Der Wolfsburger Konzern erhalte für die Übermittlung der Informationen zehn Tage Zeit, berichtet das "Wall Street Journal" (WSJ).

Der Konzern hatte in der vergangenen Woche eingeräumt, bei 800.000 Fahrzeugen Verbrauch und CO2-Ausstoß manipuliert zu haben.

Konzern herabgestuft

Schlechte Nachrichten ereilten VW auch aus New York. Als letzte große Ratingagentur hat nun auch Fitch die Kreditwürdigkeit des Konzerns herabgesetzt. Die Experten senkten die Bewertung gleich um zwei Stufen von "A" auf "BBB+" mit negativem Ausblick. Volkswagen könnte deshalb künftig mehr Zinsen für geliehenes Geld bezahlen müssen. Die VW-Aktie rutschte am Montag auf 96 Euro ab.

Der Aufsichtsrat des Konzerns hatte sich gestern auf dem Werksgelände in Wolfsburg zur weiteren Aufarbeitung der Abgas-Krise getroffen. Dabei verabredeten Konzernchef Matthias Müller und Betriebsratschef Bernd Osterloh, bei der Lösung enger zusammenarbeiten zu wollen. Bis zur nächsten Sitzung des Aufsichtsrates am 20. November solle es eine Reihe von Gesprächen geben, "um einen gemeinsamen Weg für die Zukunft des Unternehmens zu bestimmen", betonte Konzern-Chef Matthias Müller.

Greenpeace steigt VW aufs Dach

Begleitet wurden die erneuten Krisensitzungen von massiven Protesten der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Auf dem Dach des Haupteingangs protestierten mehrere Aktivisten mit Plakaten gegen die millionenfachen Diesel-Manipulationen sowie falsche CO2- und Verbrauchswerte bei Diesel- und Benzinfahrzeugen. Sie forderten nach eigenen Angaben mehr Transparenz und ungeschönte Abgasdaten.

Europas größter Autokonzern steckt in der tiefsten Krise seiner Geschichte, seitdem bekannt ist, dass in großem Stil Diesel-Abgaswerte manipuliert wurden. In Europa ruft Volkswagen deshalb 8,5 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten. Weltweit ermitteln Behörden gegen den Konzern, Anwälte sammeln Munition für Schadensersatzforderungen. 

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