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Eon schreibt Rekordverluste in Milliardenhöhe


Kraftwerke verdienen kaum Geld  

Energieriese E.ON erleidet Rekordverluste

11.11.2015, 15:45 Uhr | dpa, AFP

Eon schreibt Rekordverluste in Milliardenhöhe. Eon leidet finanziell unter dem Boom des Ökostroms. (Quelle: dpa)

Eon leidet finanziell unter dem Boom des Ökostroms. (Quelle: dpa)

E.ON schreibt tiefrote Zahlen: Deutschlands größter Energiekonzern müsse in den ersten neun Monaten einen Rekordverlust von knapp 5,7 Milliarden Euro hinnehmen, teilte das Unternehmen mit. Der Grund seien hohe Abschreibungen auf Kraftwerke. Die E.ON-Aktie reagierte nach den Verlusten der vergangenen Tage am Mittwoch nur noch wenig.

Die Gas- und Kohlekraftwerke des Konzerns verdienen wegen des abgestürzten Börsenstrompreises kaum noch Geld. Allein im dritten Quartal betrug der Verlust fast sieben Milliarden Euro. Trotzdem bestätigte E.ON seine Prognose eines operativen Gewinns von 7 bis 7,6 Milliarden Euro für das Gesamtjahr und eines nachhaltigen Konzernüberschusses von 1,4 bis 1,8 Milliarden Euro für 2015.

Neue Strukturen im Stromgeschäft

Der Boom des Ökostroms verdrängt derzeit branchenweit die konventionellen Kraftwerke vom Markt. Die Preise an der Leipziger Strombörse EEX haben sich in den vergangenen vier Jahren halbiert. Wegen der dauerhaft geringeren Erlösaussichten mussten die konventionellen Kraftwerke in der Bilanz neu bewertet werden. Schon für 2014 hatte Eon einen Rekordverlust von 3,2 Milliarden Euro ausgewiesen. Das lag damals vor allem an Abschreibungen auf Kraftwerke im Ausland.

E.ON bereitet sich derzeit auf seine Aufspaltung vor. Dabei gliedert der Konzern sein gesamtes Geschäft mit großen Kraftwerken in die neue Gesellschaft Uniper aus. Das Hauptunternehmen will sich künftig auf erneuerbare Energien und den Vertrieb konzentrieren. Das Atomgeschäft verbleibt auf politischen Druck hin weiter bei E.ON, soll aber in der Tochter PreussenElektra weitgehend unabhängig geführt werden. Die Konzernaufspaltung soll zum Jahreswechsel greifen. Deshalb zog E.ON die üblicherweise zum Jahresende stattfindende Überprüfung der Firmenwerte vor.

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