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Neuer 20-Euro-Schein ist da: "Meilenstein der Technologie"


Schutz vor Fälschern  

Der neue 20-Euro-Schein ist da

26.11.2015, 07:41 Uhr | dpa

Neuer 20-Euro-Schein ist da: "Meilenstein der Technologie" . Carl-Ludwig Thiele, Vorstandsmitglied der Bundesbank in Frankfurt, mit einen neuen 20-Euro-Schein. (Quelle: dpa)

Carl-Ludwig Thiele, Vorstandsmitglied der Bundesbank in Frankfurt, mit einen neuen 20-Euro-Schein. (Quelle: dpa)

Seit diesem Mittwoch können ihn Europas Verbraucher in die Hände bekommen: den neuen 20-Euro-Schein. Nach und nach bringen die Notenbanken nun 4,3 Milliarden Stück der runderneuerten Banknote unters Volk - an Geldautomaten, Bankschaltern und Ladenkassen. 

Verbraucher bekommen allerdings nicht in jedem Fall sofort neue Banknoten, wenn sie Geld abheben oder beim Einkaufen Wechselgeld bekommen. Denn die alten Zwanziger bleiben weiterhin gültig und werden von den Notenbanken erst nach und nach aus dem Verkehr gezogen - etwa wenn sie stark verschmutzt oder beschädigt sind.

Die Gefahr, einen falschen Zwanziger untergejubelt zu bekommen, wird künftig verringert. Mit neuen Sicherheitsmerkmalen soll Geldfälschern das Handwerk weiter erschwert werden. Bisher wird weltweit keine Euro-Note so häufig gefälscht wie der Zwanziger.

"Meilenstein der Technologie" 

Insbesondere das neuartige Hologramm-Fenster soll den Kriminellen Kopfzerbrechen bereiten - zur Freude der Notenbanken und zum Wohl der Verbraucher.

"Mit dem neuen Zwanziger ist ein Meilenstein in der Banknoten-Technologie gelungen", jubelt Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele in Frankfurt am Main.

Hält man die Banknote gegen das Licht, wird das Fenster durchsichtig. Dort erscheint ein Porträt der mythologischen Gestalt Europa, das von beiden Seiten des Geldscheins zu erkennen ist.

Nicht zu kopieren

Das abgebildete Porträt der Namensgeberin des Kontinents stammt von einer mehr als 2000 Jahre alten Vase aus Süditalien, die im Pariser Louvre zu besichtigen ist. "Das Sichtfenster lässt sich mit einer Farbkopie nicht herstellen", erklärt Thiele.

Und das ist wichtig. Denn von den bereits eingeführten runderneuerten Noten der Europa-Serie, dem Fünfer (2013) und dem Zehner (2014), gingen den Behörden bisher nur einfache Farbkopien minderer Qualität ins Netz. "Das geht mit dem Fenster nicht. Es erfordert eine ganz andere Technik", frohlockt Thiele.

Die Neuerungen beim 20-Euro-Schein im Überblick. Am auffälligsten: die Ziffer in der Mitte - wie bei allen neuen Euro-Scheinen. (Quelle: dpa)Die Neuerungen beim 20-Euro-Schein im Überblick. Am auffälligsten: die große Ziffer auf der Vorderseite rückt in die Mitte - wie bei allen neuen Euro-Scheinen.

Zwar dürften auch von der blauen Banknote der zweiten Generation bald erste Blüten in Umlauf kommen, glaubt Stefan Hardt, Leiter des Zentralbereichs Bargeld der Bundesbank. Er ist aber überzeugt: "Sie werden sehr schlecht und leicht als Falschgeld zu erkennen sein."

In Deutschland viele 50-Euro-Blüten

Das ist beim Zwanziger besonders bedeutend, schließlich war er im ersten Halbjahr 2015 weltweit der von Kriminellen am häufigsten gefälschte Euro-Schein. Mehr als jede zweite Blüte war ein Zwanziger (55 Prozent). In Deutschland lag der Anteil an allen Fälschungen mit 41 Prozent allerdings etwas niedriger: Hierzulande wurden mehr falsche Fünfziger (48 Prozent) sichergestellt.

Dennoch betont Thiele: "Es besteht Handlungsbedarf." Ähnlich sieht es EZB-Präsident Mario Draghi, der schon im Februar unterstrich: "Die 20-Euro-Note ist wichtig, weil sie einer der am meisten genutzten Scheine im Euroraum ist."

Carl-Ludwig Thiele, Vorstandsmitglied der Bundesbank in Frankfurt, mit einen neuen 20-Euro-Schein. (Quelle: dpa)Carl-Ludwig Thiele, Vorstandsmitglied der Bundesbank in Frankfurt, mit einen neuen 20-Euro-Schein. (Quelle: dpa)

4300 Tonnen Geld

4,3 Milliarden Banknoten sind gedruckt - ein Gesamtgewicht von rund 4300 Tonnen. Nebeneinander gelegt ergäben sie eine Fläche von 5767 Fußballfeldern bedecken, berichtete Thiele.

Die Notenbanken stellen sogar mehr neue Zwanziger bereit, als aktuell von der ersten Serie im Umlauf sind. Nach Zahlen der Bundesbank sind derzeit über alle Stückelungen hinweg 18,1 Milliarden Euro-Banknoten im Wert von 1,05 Billionen Euro im Verkehr, davon 3,3 Milliarden 20-Euro-Scheine.

Mehr als 27.000 Bankautomaten umgestellt

Für die Einführung des neuen Zwanzigers werden Automatenbetreiber und Banken nach Angaben der Bundesbank seit neun Monaten geschult. Denn fast 27.400 Geräte, etwa Ticket- oder Geldautomaten, mussten umgestellt werden. Schließlich soll sich das Chaos vom Mai 2013 nicht wiederholen.

Damals landete die neue Fünf-Euro-Note zwar in den Portemonnaies der Verbraucher. Doch Fahrschein oder Parkticket konnten die Menschen an vielen Automaten in Europa damit nicht bezahlen, weil deren Software nicht rechtzeitig geändert worden war und die Scheine deshalb nicht angenommen wurden.

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