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Goldpreis fällt auf tiefsten Stand seit knapp sechs Jahren


Zinserhöhung erwartet  

Goldpreis auf tiefstem Stand seit fast sechs Jahren

19.11.2015, 10:44 Uhr | Von Marc-Oliver Lux unter Verwendung von AFP, t-online.de

Goldpreis fällt auf tiefsten Stand seit knapp sechs Jahren. Goldbarren - jetzt wieder günstig zu haben. (Quelle: dpa)

Goldbarren - jetzt wieder günstig zu haben. Außerdem gibt's gute Nachrichten für Xetra-Gold-Anleger. (Quelle: dpa)

Der Goldpreis ist am Mittwoch auf den tiefsten Stand seit fast sechs Jahren gefallen. Als Grund gilt eine bevorstehende Zinserhöhung der US-Notenbank Fed noch in diesem Jahr. Das würde andere Anlageformen attraktiver machen. 

Zeitweise notierte der Preis für eine Unze (31,1 Gramm) Feingold am Terminmarkt nur noch bei 1064 Dollar - das war der tiefste Stand seit Februar 2010. Auf Euro-Basis fiel der Goldpreis zeitweise unter die 1000-Euro-Marke.

Händler machten die Erwartung einer Zinserhöhung in den USA dafür verantwortlich. Wenn die Zinsen steigen, lohnt sich die Geldanlage dort mehr.

Überwindet Fed historisches Tief?

Die US-Notenbank Fed hatte bei ihrer Sitzung Ende Oktober eine Erhöhung des Leitzinses bei ihrer letzten Sitzung dieses Jahres im Dezember nicht ausgeschlossen. Der Leitzins befindet sich seit sieben Jahren auf dem historischen Tief von null bis 0,25 Prozent.

Hinzu kommt, dass die Furcht vor Inflation zur Zeit sehr niedrig ist. In Zeiten einer hohen Geldentwertung wird Gold als sichere und wertbeständige Anlage gesehen. Den Höchstpreis hatte das Edelmetall im September 2011 mit 1921 Dollar pro Feinunze erzielt.

Gute Nachricht für Gold-Anleger

Wer Gold physisch kaufen möchte, findet derzeit also recht günstige Einstiegspreise. Doch Gold lässt sich auch Wertpapier an der Börse kaufen - etwa als sogenanntes Xetra-Gold. Damit kauft man eine mit physischem Gold hinterlegte Anleihe.

Die Deutsche Börse als Anbieter kann sich jetzt über ein Urteil des Bundesfinanzhofs freuen: Es lockt die Steuerfreiheit. Gold-Anleger, die nicht auf physische Münzen oder Barren setzen, können sich demnächst die Abgeltungssteuer sparen.

Verbrieftes Gold nach einem Jahr steuerfrei

Der Bundesfinanzhof bestätigte jetzt als oberste Instanz zwei Entscheidungen der Finanzgerichte Sachsen und Münster. Danach können Besitzer der Anleihe Xetra-Gold, die Anrechte auf Gold verbrieft und auf Wunsch dessen Auslieferung ermöglicht, das Papier nach einem Jahr steuerfrei verkaufen (Az.: VIII R 35/14). Das gilt ebenso für den Fall, dass sich der Anleihebesitzer die entsprechenden Goldbestände nach einem Jahr auch tatsächlich ausliefern lässt (VIII R 4/15).

Kern der Urteile: In der steuerlichen Behandlung sind solche Inhaberschuldverschreibungen dem Kauf und Verkauf von physischem Gold gleichgestellt. Ein erzielter Gewinn wird also nicht den Einkünften aus Kapitalvermögen zugeordnet, da die Schuldverschreibung keine Kapitalforderung verbrieft, sondern einen Anspruch auf eine Sachleistung.

Derartige Goldgeschäfte aber hat der Bundesfinanzhof immer als private Veräußerungsgeschäfte angesehen, mit der beschriebenen steuerlichen Folge.

Recht auf kurzfristige Auslieferung

Die Kunden von Xetra-Gold haben mittlerweile Anteile für knapp zwei Milliarden Euro gekauft, das ist der Gegenwert von knapp 60 Tonnen Gold. Xetra-Gold wird als börsengehandelter Rohstoff eingestuft, als Exchange Traded Commodity (ETC). Eine Schuldverschreibung bezieht sich auf ein Gramm Gold.

Eine Anleihe gibt dem Inhaber das Recht auf Auslieferung eines Gramms Gold, das jederzeit bei einer Lieferfrist von zehn Tagen gegenüber der Bank geltend gemacht werden kann. Bewertungsbasis ist der Großhandelspreis für das Edelmetall an den internationalen Märkten. Das bringt dem Besitzer der Anleihe Kostenvorteile gegenüber dem Kauf von Barren oder Münzen.

Viele Vorteile von Xetra-Gold

Das Produkt Xetra-Gold ist günstiger als physisches Gold, kann außerdem wie eine Aktie über die Börse gehandelt werden. Es eignet sich für kurzfristige Trader, aber auch für Investoren, die keinen Wert auf den direkten und sofortigen Zugriff legen.

Wer sein Gold lieber anfassen möchte, der kauft meist Münzen oder Barren. Die Praxis beim Produkt Xetra-Gold bestätigt diese Einschätzung. Laut Deutsche Börse gab es bisher nur rund 870 Auslieferungen bei Xetra-Gold. Vom bestehenden Volumen in der genannten Größenordnung hätten sich Anleihebesitzer seit dem Start des Produkts vor knapp acht Jahren lediglich etwas mehr als vier Tonnen ausliefern lassen.

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