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Pfizer übernimmt Allergan für 160 Milliarden Dollar


Viagra-Hersteller kauft Botox-Produzenten  

Pharmariese Pfizer übernimmt für 160 Milliarden Dollar Allergan

23.11.2015, 16:48 Uhr | dpa, rtr

Pfizer übernimmt Allergan für 160 Milliarden Dollar. Das Pfizer-Hauptquartier in New York. (Quelle: Reuters)

Das Pfizer-Hauptquartier in New York. (Quelle: Reuters)

Die Fusionswelle in der Pharma-Branche ebbt nicht ab: Die bekannten Präparate Viagra und Botox gibt es künftig aus einer Hand. Durch die Übernahme wird Pfizer zum größten Pharmakonzern der Welt. Offiziell kauft jedoch der kleinere Allergan- den größeren Pfizer-Konzern.

Das Volumen der Transaktion liege bei rund 160 Milliarden US-Dollar (151 Milliarden Euro), wie die beiden Unternehmen mitteilten. Bereits in den vergangenen Tagen war über eine solche Übernahme spekuliert worden. Ein Motiv ist auch der Steuersitz des zukünftigen Gemeinschaftsunternehmens.

Steuerliche Vorteile als Fusionsgrund

Pfizer verspricht sich durch den Zukauf zum einem eine breitere Produktpalette, aber vor allem auch steuerliche Vorteile. Um diese noch vor der geplanten Verschärfung der Steuergesetze in den USA zu sichern, ist die Transaktion so gestaltet, dass Allergan mit dem steuerlich günstigeren Firmensitz in Irland formell den größeren Konzern aus New York kauft. Den Gewinn soll die Transaktion ab 2018 nach oben treiben.

Investoren beider Konzerne reagierten an der Börse allerdings verschnupft: Sowohl Pfizer-Papiere als auch Allergan-Aktien gaben erneut deutlich nach.

Übernahme von AstraZeneca gescheitert

Allergan war früher auch amerikanisch, hat jedoch nach der Übernahme durch den irischen Konzern Actavis seinen Sitz nach Dublin verlegt. Pfizer hatte bereits im vergangenen Jahr einen ähnlichen Versuch unternommen, seine Steuern zu drücken. Die geplante Übernahme der der britisch-schwedischen AstraZeneca war jedoch am Widerstand des britischen Unternehmens gescheitert.

Die Allergan-Anteilseigner sollen nun je Aktie 11,3 Papiere des fusionierten Unternehmens erhalten, das den Namen Pfizer tragen wird. Insgesamt entspreche das einer Prämie von mehr als 30 Prozent im Vergleich zu dem Allergan-Kurs, bevor erste Presseberichte dazu auftauchten.

Behörden müssen noch zustimmen

Die bisherigen Pfizer-Aktionäre können unter bestimmten Bedingungen ganz aussteigen und eine Barzahlung für ihre bisherigen Anteile wählen. Ansonsten können sie pro bisherige Pfizer-Aktie eine des neuen Unternehmens erhalten.

Pfizer gilt wie Apple und Amazon als ein Konzern, der über Tochtergesellschaften Steuern im Heimatland vermindert. Einer Reuters-Recherche zufolge hat Pfizer mehr als ein Jahrzehnt Gewinne in den USA über eine irische Tochter verrechnet. Der Konzern erklärte, jedes Unternehmen tue alles, um die Steuerschuld niedrig zu halten.

Stimmen die Behörden zu, werde in der zweiten Jahreshälfte des kommenden Jahres mit einem Abschluss gerechnet, hieß es.

Fusionswelle setzt sich fort

Die Pharmabranche ist im Übernahmefieber. Unter anderem heizen hohe Forschungskosten und der Ablauf von Patenten auf Medikamente die Fusionswelle an. Erst im Juli hatte der weltgrößte Generika-Anbieter Teva für 40,5 Milliarden Dollar die Nachahmer-Medikamente von Allergan gekauft. Pfizer hat jüngst 15 Milliarden Dollar für den US-Rivalen Hospira ausgegeben.

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