Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen >

Abgas-Skandal: Volkswagen kürzt die Investitionen deutlich


Abgas-Skandal  

VW kürzt Investitionen und "fährt auf Sicht"

21.11.2015, 10:37 Uhr | dpa, rtr, t-online.de

Abgas-Skandal: Volkswagen kürzt die Investitionen deutlich. VW-Chef Matthias Müller ist vorsichtig. (Quelle: dpa)

VW-Chef Matthias Müller ist vorsichtig. (Quelle: dpa)

Wegen der hohen Kosten durch den Abgas-Skandal spart Volkswagen bei anderen Ausgaben und kürzt die Investitionen deutlich. Das sagte der neue VW-Chef Matthias Müller nach einer Aufsichtsratssitzung in Wolfsburg.

Im kommenden Jahr sollen die Sachinvestitionen maximal zwölf Milliarden Euro betragen. Das ist zwar nur eine Milliarde weniger als im Durchschnitt der vergangenen Jahre - aber ein erheblicher Einschnitt im Vergleich zu den Planungen von 2015 bis 2019, die im vergangenen Jahr beschlossen worden waren.

Ursprünglich hatte VW für diesen Fünfjahreszeitraum die Rekordsumme von 85,6 Milliarden Euro an Investitionen geplant, also durchschnittlich 17,1 Milliarden Euro pro Jahr. Vor diesem Hintergrund fällt die Senkung deutlicher aus - nämlich um mehr als 42 Prozent.

VW wird vorsichtig

"Wir fahren in den kommenden Monaten auf Sicht", sagte Müller. VW werde aber nicht auf Kosten der Zukunft sparen, sondern sich auf die Technologien der Zukunft konzentrieren. Der Autokonzern hatte bereits angekündigt, die Elektromobilität und die Digitalisierung vorantreiben zu wollen.

VW ist in einer schweren Krise, seitdem der Konzern Mitte September zugegeben hatte, mit Hilfe einer Software Abgastests bei Dieselfahrzeugen manipuliert zu haben. Dabei ging es um Werte für das gesundheitsschädliche Stickoxid. Außerdem hat VW bei 800.000 Autos falsche Angaben zum Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) gemacht. Es drohen Milliardenkosten für Strafen, Nachrüstungen und Entschädigungen.

In einem ersten Schritt hatte VW 6,7 Milliarden Euro für technische Nachbesserungen der manipulierten Dieselautos zurückgelegt. Weitere Risiken durch die später hinzugekommenen falschen CO2-Werte wurden zunächst auf zwei Milliarden Euro veranschlagt. Der neue Konzernchef Müller hatte bereits kurz nach seiner Amtsübernahme angekündigt, wegen der Krise alle Investitionen auf den Prüfstand stellen zu wollen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Entdecken Sie Ihren Denim-Look!
bei TOM TAILOR
Anzeige
Der Sommer zieht ein: shoppe Outdoor-Möbel u.v.m.
jetzt auf otto.de
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal