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VW-Skandal: Staatsanwälte ermitteln wegen Steuerhinterziehung


"Steuerhinterziehung"  

Staatsanwaltschaft eröffnet zweites Ermittlungsverfahren gegen Volkswagen

24.11.2015, 15:19 Uhr | dpa

VW-Skandal: Staatsanwälte ermitteln wegen Steuerhinterziehung. Nun gerät VW in Abgas-Affäre auch unter den Verdacht der Steuerhinterziehung. (Quelle: dpa)

Nun gerät VW in Abgas-Affäre auch unter den Verdacht der Steuerhinterziehung. (Quelle: dpa)

In der Abgas-Affäre bei Volkswagen ermittelt die Staatsanwaltschaft Braunschweig jetzt auch wegen Steuerhinterziehung.

Grund der Ermittlungen ist das Eingeständnis von Volkswagen, CO2- und Verbrauchswerte von Fahrzeugen der aktuellen Modellpalette manipuliert zu haben, bestätigte Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe. Durch die falschen Angaben seien für die betroffenen Fahrzeuge falsche Kfz-Steuerbescheide ergangen.

Dem Staat ist Kfz-Steuer entgangen

Der Kohlendioxid-Ausstoß eines Autos ist ein wichtiges Kriterium für die Berechnung der Kfz-Steuer. Wenn - wie von VW mitgeteilt - hier zu geringe Werte angegeben worden seien, könne dem Staat ein entsprechender Schaden aus zu geringen Steuerzahlungen entstanden sein. "Das ist die führende Überlegung", sagte Ziehe.

Die Staatsanwälte hätten deshalb ein zweites förmliches Ermittlungsverfahren eröffnet, berichten NDR, WDR und die "Süddeutsche Zeitung". Die VW-Aktie zeigt sich am Mittag als einer der wenigen Dax-Konzerne mit deutlichen Kurszuwächsen.

Börsianer ignorieren negative Meldungen

Die VW-Anleger schauen in erster Linie auf Europa: Dort sind mit Blick auf bevorstehende Rückrufe von Dieselfahrzeugen keine großen Umrüstungen nötig. Zudem hat die Schweizer Großbank UBS ihr Kursziel für die VW-Vorzüge angehoben und die Kaufempfehlung bekräftigt.

Ende September hatte die Staatsanwaltschaft bereits ein Verfahren wegen der Manipulations-Software in Diesel-Motoren der Marke Volkswagen eingeleitet. Allein in Europa muss der Konzern acht Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten rufen. Weltweit sind bis zu elf Millionen Autos betroffen. 

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