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VW-Absatz bricht ein: Quittung für den Abgas-Skandal


Quittung für Abgas-Skandal  

Absatz von VW sackt wegen "Dieselgate" ab

02.12.2015, 15:07 Uhr | dpa, t-online.de

VW-Absatz bricht ein: Quittung für den Abgas-Skandal. VW verbucht herbe Verkaufseinbußen in den USA.  (Quelle: dpa)

VW verbucht herbe Verkaufseinbußen in den USA. (Quelle: dpa)

Der Volkswagen-Konzern bekommt in Deutschland und den USA eine erste Quittung für seine Abgas-Betrügereien: Der Skandal um manipulierte Emissionswerte hat erstmals auf die Verkaufszahlen durchgeschlagen - und zwar mit voller Wucht.

Die Zahl der Neuzulassungen sank in Deutschland im zweiten Monat nach dem Bekanntwerden des Abgas-Skandals um zwei Prozent auf 57.923 Autos, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) mitteilte. Der Gesamtmarkt wuchs dagegen um 8,9 Prozent auf 272.377 neu zugelassene Autos. Im Oktober war das Minus für VW etwas kleiner ausgefallen.

Ganz anders sieht es in den USA aus: Im November brach der Absatz der Pkw-Kernmarke VW auf dem US-Markt im Jahresvergleich um 24,7 Prozent auf 23.882 Autos ein, wie das Unternehmen mitteilte. Die Zahlen spiegelten den Verkaufsstopp der Autos mit 2,0- und 3,0-Liter-Dieselmotoren wider, erklärte VW. Durch Manipulationsvorwürfe der dortigen Umweltbehörden war der Abgas-Skandal von den USA aus ins Rollen gebracht worden.

Auch Rabattoffensive half nichts

Im September und Oktober hatte VW in den USA noch ein Mini-Plus erzielt, allerdings gab es auch jeweils einen Verkaufstag mehr als ein Jahr zuvor. Im November waren es zwei Tage weniger. VW hatte Mitte September eingeräumt, mit einer Software Abgastests von Dieselfahrzeugen manipuliert zu haben und hatte den Verkauf einiger Modelle gestoppt.

Marktforscher hatten im November von einer Rabattoffensive in den USA berichtet - doch auch das verhalf VW nicht zu einem erneuten Verkaufsplus. Besonders beim Passat und beim Jetta lief es schlecht.

Zusätzlichen Gegenwind für VW gab es von der Ratingagentur S&P. Die Finanzexperten stuften die Kreditwürdigkeit des Unternehmens erneut herab. Die Geschäftsaussichten für VW hätten sich eingetrübt, das Image der Marke sei schlechter geworden. Statt "A-" vergibt S&P nur noch ein "BBB+" an die Wolfsburger.

Alle drei großen Ratingagenturen Moody's, Fitch und S&P hatten VW seit dem Abgas-Skandal bereits einmal abgestuft. Damit könnte es für den VW-Konzern künftig teurer werden, sich frisches Geld zu besorgen.

Mitte September hatte VW wegen des Abgas-Skandals den Verkauf fast aller Dieselmodelle in den USA gestoppt. Anfang November kam dann noch der Geländewagen Touareg mit dem größeren 3,0-Liter-Motor dazu. Inzwischen verkauft VW in den USA überhaupt keine neuen Dieselautos mehr, wie die US-Sprecherin des Unternehmens sagte. Bis Ende August, also kurz bevor die Manipulationen öffentlich wurden, hätten Diesel-Modelle noch 21 Prozent an den gesamten Verkäufen ausgemacht.

Audi legt leicht zu, Porsche verbucht Absatzminus

Die VW-Tochter Audi legte beim Absatz im November um 0,4 Prozent auf 16.700 Autos leicht zu, obwohl die Ingolstädter ebenfalls vom Skandal um geschönte Abgaswerte betroffen sind. In den Vormonaten waren die Verkäufe aber deutlich stärker gewachsen. Die VW-Luxustochter Porsche meldete ein Absatzminus von 5,3 Prozent auf 4450 Autos.

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