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Abgas-Skandal verägert Scheichs: Müller muss Großaktionäre beruhigen


Besuch im Golfstaat  

Zeitung: VW-Führung will Großaktionär Katar beruhigen

06.12.2015, 15:30 Uhr | dpa-AFX, t-online.de

Abgas-Skandal verägert Scheichs: Müller muss Großaktionäre beruhigen. VW Touareg vor der Skyline von Doha in Katar: Nach Verlusten infolge der Abgasaffäre will der Golfstaat offenbar stärkeren Einfluss auf den Konzern nehmen.  (Quelle: dpa)

VW Touareg vor der Skyline von Doha in Katar: Nach Verlusten infolge der Abgasaffäre will der Golfstaat offenbar stärkeren Einfluss auf den Konzern nehmen. (Quelle: dpa)

Auf den Kurssturz der VW-Aktie ist der Großaktionär Katar offenbar gar nicht gut zu sprechen. Jetzt ist die Konzernspitze unter dem neuen Vorstandschef Matthias Müller in das arabische Emirat gereist - angeblich um sich vorzustellen. Unter der Hand wird jedoch gemunkelt, der Besuch diene vor allem der Besänftigung der Katarer. 

"Es handelt sich um einen Antrittsbesuch der neuen Volkswagen-Konzernführung. Er dient dem Austausch mit einem wichtigen Partner des Unternehmens", bestätigte ein Unternehmenssprecher zumindest den Termin. Angaben zum Inhalt der Gespräche gab es jedoch nicht.

Einfluss des Betriebsrats zurückdrängen

Einem Bericht der "Bild am Sonntag" zufolge dreht es sich bei der Visite jedoch um weit mehr. Wie das Blatt erfahren haben will, fordert Katar strukturelle Veränderungen bei Volkswagen. So solle der Einfluss des VW-Betriebsrats auf unternehmerische Entscheidungen zurückgedrängt werden. Zudem werde von VW in den USA eine milliardenschwere "Investitionsoffensive E-Mobilität" gefordert. 

Bei Volkswagen hieß es dazu, das Thema Mitbestimmung und Betriebsrat habe bei den Gesprächen nicht auf der Agenda gestanden. 

VW beschert Staatsfonds herbe Verluste

Der Staatsfonds Qatar Investment Authority hat durch den Kurssturz infolge des Abgas-Skandals einen Buchverlust in Milliardenhöhe verzeichnet. QIA gehören 17 Prozent der VW-Stammaktien mit Stimmrecht. Zudem hält der Staatsfonds einen großen Teil der stimmrechtslosen Vorzugsaktien. 

Auch wenn sich die Papiere in den vergangenen Tagen wieder etwas erholt haben, sollen die Scheichs nach früheren Informationen aus VW-Konzernkreisen schwer verärgert sein. Sinkende Gewinne bei Volkswagen würden wohl auch niedrigere Dividendenzahlungen bedeuten.


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