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Vonovia und Deutsche Wohnen: Bundeskartellamt gibt grünes Licht


Vonovia und Deutsche Wohnen  

Kartellamt erlaubt Fusion von Wohnriesen

07.12.2015, 15:53 Uhr | dpa, rtr

Vonovia und Deutsche Wohnen: Bundeskartellamt gibt grünes Licht. "Vonovia"-Firmenzentrale in Bochum.  (Quelle: dpa)

"Vonovia"-Firmenzentrale in Bochum. (Quelle: dpa)

Der Wohnungsriese Vonovia ist mit seinen Plänen für eine feindliche Übernahme des Konkurrenten Deutsche Wohnen AG einen weiteren Schritt vorangekommen: Das Bundeskartellamt gab Vonovia am Montag grünes Licht und billigte die Pläne ohne Auflagen. 

Eine marktbeherrschende Stellung oder eine Beeinträchtigung des Wettbewerbs sei nicht zu befürchten, begründete Kartellamtschef Andreas Mundt die Entscheidung. Gelingt Vonovia die Übernahme, entsteht ein Konzern mit rund einer halben Million Wohnungen.

Es handelt sich allerdings um den Versuch einer "feindlichen Übernahme" - also eine, gegen die sich der Vorstand des Kaufobjekts wehrt. Das letzte Wort haben daher die Aktionäre der Deutsche Wohnen  - also die Eigner.

Um sie zu überzeugen, will Vonovia für den Konkurrenten inklusive Schulden rund 14 Milliarden Euro auf den Tisch legen. Vonovia braucht die nötige Mindestquote von 50 Prozent plus eine Aktie, um bei Deutsche Wohnen durchzuregieren.

Kartellamtschef: Märkte gründlich untersucht

Im Falle einer erfolgreichen Übernahme werde Vonovia mit einem Bestand von rund 500.000 Mietwohnungen ihre Position als führendes Unternehmen der Branche ausbauen, erklärte Kartellamtschef Mundt. Daher habe das Kartellamt die betroffenen "lokalen und regionalen Märkte" gründlich untersucht.

In allen Regionen seien aber Privatvermieter, kommunale Wohnungsunternehmen, Wohnungsbaugenossenschaften sowie weitere gewerbliche Anbieter so stark vertreten, dass eine marktbeherrschende Stellung von Vonovia oder eine Beeinträchtigung des Wettbewerbs nicht zu erwarten sei.

Vonovia war erst im Dezember 2014 aus der Fusion von Deutsche Annington und Gagfah hervorgegangen. Die Immobiliengesellschaft verfügt derzeit über rund 367.000 Wohnungen und stieg im September in Frankfurt am Main in den Deutschen Aktienindex (Dax) der 30 größten börsennotierten Unternehmen auf. Deutsche Wohnen hat etwa 147.000 Wohnungen in ihrem Besitz.

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