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Zinswende in den USA: Was sie für den Einzelnen bedeutet


Spannung vor Zinswende in den USA  

Das bedeutet das Ende des billigen Geldes für Sie

15.12.2015, 16:06 Uhr | dpa, rtr, t-online.de, AFP

Zinswende in den USA: Was sie für den Einzelnen bedeutet. Durch die Zinswende in den USA dürfte der Dollar im Vergleich zum Euro an Wert zulegen. (Quelle: Reuters)

Durch die Zinswende in den USA dürfte der Dollar im Vergleich zum Euro an Wert zulegen. (Quelle: Reuters)

Seit dem Beginn der Finanzkrise im Jahr 2008 haben die Zinsen weltweit förmlich an der Nulllinie geklebt. Jetzt hat die US-Notenbank mal wieder Geschichte schreiben und mit ihrer Zinserhöhung das Ende des billigen Geldes einleiten. Die Zinswende in den USA hat Folgen für Anleger, Unternehmen, Urlauber und Konsumenten - auch in Deutschland. 

Über Jahre hat die US-Notenbank Fed unter ihrer Chefin Janet Yellen und ihrem Vorgänger Ben Bernanke der krisengeschüttelten US-Wirtschaft mit billigem Geld unter die Arme gegriffen. Jetzt geht sie in die entgegengesetzte Richtung wie die Europäische Zentralbank (EZB), die erst jüngst ihre Nullzinspolitik de facto auf Jahre hinaus zementiert hat, um der Konjunktur in der Eurozone auf die Sprünge zu helfen.

Risiken für Anleger

Für Anleger ist eine Zinswende in den USA mit gewissen Risiken verbunden. So könnte eine Anhebung die Aktienmärkte schwächen, weil Aktien bei steigenden Zinsen an Attraktivität gegenüber festverzinslichen Wertpapieren verlieren.

Beruhigend wirkt da die Einschätzung der Bundesbank, die keine größeren Turbulenzen an den Börsen erwartet. "Die Finanzmärkte scheinen relativ gut eingestellt auf eine Zinserhöhung (...)", sagte Vorstandsmitglied Joachim Nagel der "Börsen-Zeitung". Grund für seine entspannte Haltung sei, dass es "die am längsten vorbereitete Zinserhöhung in den USA" wäre.

"Ratsam, sich anzuschnallen"

Ganz ohne Risiken geht es im Zuge einer Zinswende an den Börsen aber nicht vonstatten, hält Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann dagegen. Immerhin haben sich die Märkte längst an die Nullzins-Politik gewöhnt. So gesehen wäre eine Erhöhung ein nie dagewesenes Experiment mit ungewissem Ausgang: "Es ist zweifellos ratsam, sich anzuschnallen", warnt der Experte die Anleger.

Export-Unternehmen in Eurozone profitieren

Von einer Zinserhöhung könnten indessen exportorientierte Unternehmen hierzulande profitieren. Denn eine Stärkung des Dollar im Vergleich zum Euro würde klare Preisvorteile für Ausfuhren aus der Eurozone mit sich bringen. 

Die Gelackmeierten wären international tätige Firmen mit hohem Importanteil, deren Kosten durch einen stärkeren Dollar steigen könnten. Ähnlich erginge es USA-Reisenden oder hiesigen Konsumenten von Waren "made in USA". Auch bei ihnen wird sich eine stärkere US-Währung negativ im Geldbeutel niederschlagen. 

Schwellenländer bibbern bereits

Die größte Furcht vor einer Zinswende herrscht aber in den Schwellenländern. Dort haben sich wegen der niedrigen US-Zinsen in den vergangenen Jahren viele Firmen und Haushalte verschuldet. "In Ländern wie Brasilien, China oder der Türkei kam es gemessen am Bruttoinlandsprodukt seit 2007 zu einer annähernden Verdoppelung der Kredite an Haushalte", sagen Ökonomen vom Kieler Institut für Weltwirtschaft. Auch die Unternehmens-Verschuldung sei zum Teil stark ausgeweitet worden.

Das Problem dabei ist, dass die schwache heimische Währung solcher Länder den Schuldendienst bei Krediten in Dollar noch teurer macht und die Wahrscheinlichkeit von Zahlungsausfällen erhöht.

Yellens Hinweise könnten entscheidend sein

Doch nicht nur eine Zinsanhebung an sich dürfte die Märkte bewegen. Börsianern zufolge könnten Hinweise von Fed-Chefin Yellen, wie schnell sie die Zinswende im kommenden Jahr weiter umsetzen will, sogar deutlich stärkere Ausschläge nach sich ziehen.  

Allerdings rechnen die Märkte nur mit einem langsamen Dreh an der Zinsschraube. Es seien nur Trippelschritte zu erwarten, schätzt Carsten Roemheld, Analyst bei der Fondgesellschaft Fidelity International. Auch Yellen selbst sprach zuletzt eher vage von einem "graduellen" Zinsanstieg. 

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