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Wirtschaft: Euro gibt zwischenzeitliche Gewinne wieder ab

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Wirtschaft  

Euro gibt zwischenzeitliche Gewinne wieder ab

14.01.2016, 17:23 Uhr | dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat am Donnerstag zwischenzeitliche Gewinne wieder abgegeben und am Nachmittag sein Tagestief von 1,0835 US-Dollar erreicht. Damit war die Gemeinschaftswährung gut einen Drittel Cent billiger als am Morgen. Im Tagesverlauf war der Euro zwischenzeitlich wegen Spekulationen um den künftigen Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB) bis auf 1,0943 Dollar gestiegen. Die EZB setzte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,0893 (Mittwoch: 1,0816) Dollar fest.

Ein Anstieg der Ölpreise gepaart mit einer weniger schlechten Stimmung an den Börsen habe das Sicherheitsbedürfnis der Anleger am Nachmittag etwas gedämpft und den Euro dadurch geschwächt, hieß es aus dem Handel. Ähnlich wie der japanische Yen wird der Euro in unsicheren Zeiten von vielen Anlegern als sicherer Hafen aufgesucht. Im Tagesverlauf hatte der Euro zunächst zugelegt. Am Markt wurde dies mit einem Medienbericht begründet, wonach zahlreiche Mitglieder im EZB-Rat zurzeit eher keinen Bedarf für eine weitere geldpolitische Lockerung in der nächsten Zeit sehen.

Das im Anschluss veröffentlichte Sitzungsprotokoll zum jüngsten EZB-Zinsentscheid im Dezember ließ hingegen keine eindeutigen Schlüsse zu. Aus dem Protokoll geht hervor, dass die Positionen der Ratsmitglieder kontrovers waren. Einige Mitglieder sprachen sich für eine stärkere Absenkung des Einlagensatzes um 0,2 Prozentpunkte auf minus 0,4 Prozent und für eine Erhöhung des monatlichen Volumens an Wertpapierkäufen aus. Andere Mitglieder hätten dagegen dafür plädiert, gar keine Lockerung vorzunehmen.

Konjunkturdaten aus den USA sorgten für keine klaren Impulse am Devisenmarkt. Nach Regierungszahlen sind die Einfuhrpreise im Dezember abermals gefallen. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen zwar, liegen aber weiterhin auf geringem Niveau. Auch die Entscheidung der britischen Notenbank, ihre lockere Geldpolitik unverändert fortzusetzen, blieb am Devisenmarkt ohne Folgen. Experten hatten die Entscheidung erwartet.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,75703 (0,75020) britische Pfund, 128,26 (127,74) japanische Yen und 1,0950 (1,0926) Schweizer Franken fest. Ein Kilogramm Gold kostete 31 560,00 (31 620,00) Euro. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1088,40 (1088,15 ) Dollar gefixt.

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