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Fiat-Chrysler weist Betrugsvorwurf bei US-Verkaufszahlen scharf zurück


Manipulationsverdacht  

Fiat-Chrysler weist Betrugsvorwurf bei US-Verkaufszahlen scharf zurück

15.01.2016, 11:13 Uhr | dpa, rtr

Fiat-Chrysler weist Betrugsvorwurf bei US-Verkaufszahlen scharf zurück. Schild vor einem US-Autohändler: Verkaufszahlen einiger Chrysler-, Dodge- und Jeep-Modelle geschönt? (Quelle: Reuters)

Schild vor einem US-Autohändler: Verkaufszahlen einiger Chrysler-, Dodge- und Jeep-Modelle geschönt? (Quelle: Reuters)

Der italienisch-amerikanische Autokonzern Fiat-Chrysler hat mit deutlichen Worten den Vorwurf zurückgewiesen, er schöne die Verkaufszahlen seiner US-Händler. Die von US-Händlern in einer Klage erhobenen Anschuldigungen seien substanzlos, erklärte Fiat-Chrysler am Donnerstagabend am Sitz der Geschäftsführung in London.

Zwei Händler hatten Fiat-Chrysler in den USA wegen der angeblichen Manipulationen verklagt. Konkret hatten Chrysler-, Dodge-, RAM- und Jeep-Händler aus Illinois und Florida dem italienisch-amerikanischen Autokonzern vorgeworfen, ihnen und anderen Autohändlern Geld geboten zu haben, wenn sie geschönte Verkaufszahlen melden. 

Fiat-Chrysler-Aktie weiter rückläufig

In der Klage wirft ein US-Autohändler dem Konzern vor, Geldzahlungen angeboten zu haben, wenn er Wagen als verkauft auflistet, die er nicht losschlagen konnte. Ziel des Konzerns sei es gewesen, in der öffentlichen Verkaufsstatistik besser dazustehen. 

Fiat-Chrysler erklärte hingegen, die Händler hätten im Vorfeld mit der Androhung der Klage versucht, bessere Konditionen für sich herauszuschlagen. "Sie haben seit mindestens 2012 durchgängig ihre Leistung nicht erbracht." Fiat-Chrysler wächst in den USA seit rund sechs Jahren ununterbrochen. 

Die Aktien von Fiat-Chrysler gaben am Donnerstag an den Börsen kräftig nach. Am Freitag pendelte der Wert auf gedrücktem Niveau.

Renault unter Manipulationsverdacht

"Die Nachrichten kommen zur Unzeit", meinte ein Börsenhändler des Finanzhauses Mediobanca Securities. Automobile-Aktien seien bereits durch den Abgasskandal bei Volkswagen in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Markt sei nervös und reagiere womöglich überzogen.

Dazu tragen auch neue Meldungen aus Frankreich bei: Vier Monate nach Bekanntwerden des VW-Abgasskandals sind die Behörden auch bei Renault zu einer Razzia angerückt. Die laufenden Tests ergaben laut Renault bislang keine Hinweise auf manipulierte Abgaswerte. Renault-Aktien zeigten sich zuletzt ebenfalls schwach.

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