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Oxfam-Bericht: 62 Superreiche besitzen so viel wie die halbe Welt

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Ein Bus voller Superreicher  

62 Menschen besitzen so viel wie die halbe Welt

18.01.2016, 18:45 Uhr | dpa, AFP, AP

Oxfam-Bericht: 62 Superreiche besitzen so viel wie die halbe Welt. Arme Inder versuchen ein Blick vom Inneren eines Luxuszuges zu erhaschen, der durch ihre Gegend fährt. (Quelle: Reuters)

Arme Inder versuchen ein Blick vom Inneren eines Luxuszuges zu erhaschen, der durch ihre Gegend fährt. (Quelle: Reuters)

Die soziale Ungleichheit nimmt weltweit zu - und das immer schneller: Die 62 reichsten Menschen besitzen so viel wie die Hälfte der Weltbevölkerung, berichtet die Hilfsorganisation Oxfam im Vorfeld des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos.

"Es ist schlicht inakzeptabel, dass die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung nicht mehr besitzt als ein paar Dutzend superreiche Menschen, die in einen Bus passen würden", sagte Oxfam-Chefin Winnie Byanyima. Diese Entwicklung führe alle Bemühungen, die Not in der Welt zu lindern, ad absurdum.

Und die Schere geht immer schneller auseinander: Vor fünf Jahren, als sich die Weltkonjunktur gerade von der globalen Wirtschaftskrise zu erholen begann, hatten noch 388 Superreiche so viel Geld wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung zusammen. 

Im selben Zeitraum wuchs das Vermögen der 62 Reichsten um mehr als eine halbe Billion US-Dollar, während das Gesamtvermögen der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung um rund eine Billion Dollar zusammenschmolz.

Die Kluft wächst schneller und schneller 

Die Geschwindigkeit, mit der die Kluft zwischen Arm und Reich wächst, ist nach Angaben der Hilfsorganisation dabei noch größer als erwartet. Vor einem Jahr prognostizierte Oxfam, im Jahr 2016 werde das reichste Prozent der Weltbevölkerung - das sind rund 70 Millionen Menschen - mehr besitzen als die restlichen 99 Prozent (sieben Milliarden Menschen) zusammen.

Tatsächlich aber wurde diese Schwelle bereits 2015 erreicht, ein Jahr früher als erwartet. Dem am Montag in Berlin veröffentlichten Oxfam-Bericht zufolge droht soziale Ungleichheit die Fortschritte bei der Armutsbekämpfung zunichte zu machen.

Steueroasen werden immer beliebter 

Ein Grund für die Entwicklung sei die unzureichende Besteuerung von großen Vermögen und Kapitalgewinnen sowie die Verschiebung von Gewinnen in Steueroasen, erklärte Oxfam. Investitionen von Unternehmen in Steuerparadiesen haben sich zwischen 2000 und 2014 demnach vervierfacht. 

Oxfam schätzt, dass rund 7,6 Billionen Dollar individueller Vermögen in Steueroasen geparkt sind, rund zwölf Prozent des globalen Gesamtvermögens. Würden sie besteuert, brächte dies 190 Milliarden Dollar zur Bekämpfung der Armut ein. Auch neun von zehn der Sponsorenfirmen des Weltwirtschaftsforums nutzten die Steuerschlupflöcher, moniert die Organisation. Würden die Steuern konsequent erhoben, trüge dies dazu bei, das Ziel zu erreichen, dass bis 2030 extreme Armut weltweit ausgemerzt wird.

Oxfam: Vermögen besteuern statt Konsum 

Die Entwicklungsorganisation fordert daher, das Geschäftsmodell der Steueroasen zu beenden und große Vermögen stärker zu besteuern. Konzerne dürften sich nicht länger aus ihrer Verantwortung stehlen. 

"Sie müssen ihre Gewinne dort versteuern, wo sie sie erwirtschaften", erklärte Oxfam-Experte Tobias Hauschild. Statt Konsum steuerlich stärker zu belasten, müssten zudem große Vermögen, Kapitalgewinne und hohe Einkommen deutlich stärker besteuert werden.

Zum Weltwirtschaftsforum werden ab Mittwoch rund 2500 Politiker und Geschäftsleute in Davos erwartet, darunter auch mehr als 40 Staatschefs.


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